Astronomie

Im nächsten Sommer verfinstert sich der Mond, und der Mars strahlt hell

Im Juli ist über Winterthur eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Gleichzeitig findet ein Planetenschauspiel statt.

In Winterthur stehen die Chancen bei klarem Himmel gut, im kommenden Juli die Totalität der Mondfinsternis zu sehen.

In Winterthur stehen die Chancen bei klarem Himmel gut, im kommenden Juli die Totalität der Mondfinsternis zu sehen. Bild: Keystone

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Im Jahr 2018 gibt es endlich wieder mal eine totale Mondfinsternis über Europa. Sie ist bei uns am 27./28. Juli, also mitten in den Sommerferien, wenigstens teilweise sichtbar. Die Mitte dieser Finsternis tritt um 22.22 Uhr ein. Da der Mond bei uns um etwa 21 Uhr aufgeht, haben wir bei ­klarem Himmel gute Chancen, die Totalität und auch den Austritt der Mondscheibe aus dem Kernschatten der Erde zu mitzuerleben. Von den hellen Planeten bietet uns neben der Venus vor allem der Mars ein hübsches Schauspiel, wenn auch in etwas tiefer Lage im Sternbild Steinbock. ­Immerhin erreicht er Ende Juli dank seiner Erdnähe eine Helligkeit, die sogar diejenige des Riesenplaneten Jupiter übertrifft. Dieser durchläuft im Mai seine erdnahe Position. Er steht allerdings ähnlich tief im Sternbild der Waage wie sein Kollege Mars rund drei Monate später. Auch der Saturn wagt dieses Jahr tief im Sternbild Schützen gegen ­Ende Juni nur einen eher müden Hopser über den Südpunkt. Doch sein bereits in mittleren Teleskopen sichtbares, fast voll geöffnetes Ringsystem begeistert immer wieder, zumal auch stets mehrere seiner Monde sichtbar sind.

Dunkelheit im Januar

Leider zeigt sich der Abendhimmel im ersten Monat des jungen Jahres noch immer ohne hellen Planeten. Erst im Februar rückt der Abendstern Venus wieder in unseren Sichtkreis, begleitet uns dann aber bis in den Herbst hin­ein als glanzvoller Fixpunkt in der noch hellen Dämmerung.

Doch der hochwinterliche Sternenhimmel mit seinen glanzvollen Fixpunkten rund um den Himmelsjäger entschädigt uns in einer mondlosen Nacht mehr als nur üppig. Besonders hübsch präsentiert sich das Wintersechseck. Es besteht aus den Hauptsternen Sirius im Grossen und Prokyon im Kleinen Hund, aus den beiden Zwillingssternen Castor und Pollux, dem Stern ­Capella im Fuhrmann, aus dem blutunterlaufenen (und daher rot leuchtenden) Auge Aldebaran des Stiers und endet schliesslich beim rechten Fussstern Rigel im Orion.

Der Autor ist ehrenamtlicher Leiter und Mitbegründer der Sternwarte Eschenberg. (Der Landbote)

Erstellt: 02.01.2018, 17:08 Uhr

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