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Kanton prüft Ideen zur Lebensader

Erneut sind Vorschläge zur viel diskutierten Sanierung der Tösstalstrasse eingegangen. Der Gemeinderat ist mit dem Projekt des Kantons hingegen grundsätzlich zufrieden.

Auf der Kreuzung bei der Kirche in Turbenthal ist ein Kreisel geplant. Gebaut wird er aber frühestens ab 2019.
Auf der Kreuzung bei der Kirche in Turbenthal ist ein Kreisel geplant. Gebaut wird er aber frühestens ab 2019.
Madeleine Schoder

Manche halten von den Plänen zur Sanierung der Tösstalstrasse wenig. Anderen gehen sie zu wenig weit. Und so wurde an der entscheidenden Gemeindeversammlung in Turbenthal so lange diskutiert, bis ein Ordnungsantrag eine Abstimmung ermöglichte. Das war vor vier Jahren. Obwohl sich damals schliesslich eine deutliche Mehrheit für eine neue Gestaltung aussprach, sieht die zentrale Achse im Dorf Ende 2017 gleich aus wie Ende 2013. Dennoch hat sich etwas getan. Inzwischen konnte sich nebst dem Gemeinderat auch die Bevölkerung nochmals zur ersten von drei Bauetappen äussern. Bis am 13. November lagen die Pläne des Kantons und der Gemeinde öffentlich auf. Gemäss Kanton sind sechs Einwendungen eingegangen. Diese würden geprüft, und wenn sie sinnvoll sind berücksichtigt. Jemand habe eine andere Linienführung der Strasse vorgeschlagen, ein anderer befürworte auf der Kreuzung in der Nähe der Kirche ein Lichtsignal statt des geplanten Kreisels, sagt der Turbenthaler Tiefbauvorsteher Erich Pfäffli. Weitere Stellungnahmen betreffen den Lärmschutz oder die Situation der Velofahrer.

Feinschliff des Gemeinderats

Der Gemeinderat hat sich ebenfalls nochmals zur ersten Bauetappe geäussert. Und er ist grundsätzlich zufrieden mit den Unterlagen des Kantons. Es gelte lediglich, einige Details zu korrigieren, schreibt das Gremium in einer Mitteilung. Eines davon ist eine Absenkung einer Einfahrt, andere Anmerkungen betreffen kleinere Widersprüche im Text, wie Gemeinderat Erich Pfäffli sagt. Der nächste Schritt ist nun das konkrete Bauprojekt. Dieses wird öffentlich aufgelegt. Betroffene können Einsprache erheben und das Vorhaben damit theoretisch weiter verzögern. Es ist also offen, wann die Bauarbeiten starten, anvisiert wird momentan aber 2019. Die Neugestaltung soll die heute teilweise gefährlichen Situationen entlang der Strasse entschärfen und den Verkehrsfluss verbessern. Dies unter anderem mit einer Kernfahrbahn und einem Kreisel beim Abzweiger in die St. Gallerstrasse in der Nähe der Kirche. Vom Projekt betroffen sind daher auch geplante Neugestaltungen rund um die Kirche, wo heute unter anderem ein Parkplatz ist. Die Gemeindeversammlung hat 2013 rund zwei Millionen für das gesamte Projekt in drei Etappen bewilligt. Der Kanton rechnete mit Gesamtkosten von 7,3 Millionen Franken.

Kunst auf dem Kreisel?

Offen ist eine allfällige künstlerische Gestaltung des Kreisels. «Zuerst müssen wir prüfen, was möglich ist. Der Kreisel ist relativ klein», sagt Erich Pfäffli. Da der Abzweiger in die St. Gallerstrasse auch von Schwerverkehr oft genutzt werde, müsse der Kreisel wohl überfahren werden können.

Klar definiert ist hingegen nach wie vor die Idee hinter der ganzen Neugestaltung: Die Tösstalstrasse, die für das Dorf eine Art Lebensader ist, soll nicht nur sicherer, sondern auch schöner und dörflicher werden. In der ersten Etappe ist der Abschnitt vom Usserdorfweg bis zum geplanten Kreisel an der Reihe. Später folgen in zwei weiteren Etappen die Strecke bis zur Grenze Zell.

Dank Baumreihen, Verkehrsinseln und einem neuen Trottoir soll Autofahrern dereinst schneller klar werden, dass sie sich innerorts befinden und langsamer fahren müssen. Hinzu kommen breitere Velowege.

An einer Infoveranstaltung im Frühling 2013 sagte eine Frau, sie freue sich auf den Tag, an dem die Velos nicht mehr auf dem Trottoir fahren müssen. Sie wird sich noch etwas länger gedulden müssen. Als Grund für die Verzögerung gab der Kanton bereits 2016 an: «Die Planung hat einfach länger gedauert.»

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