Winterthur

Kenner äussern sich zu «Petit Prince»-Fund

Im Stefanini-Nachlass sind Original-Skizzen des weltberühmten Buches aufgetaucht.

Ausschnitt aus einer Zeichnung, die in einem Stefanini-Haus in der Altstadt gefunden wurde. Bild: Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte

Ausschnitt aus einer Zeichnung, die in einem Stefanini-Haus in der Altstadt gefunden wurde. Bild: Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte

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Welche Überraschungen ruhen noch im Nachlass des im letzten Jahr verstorbenen Immobilienkönigs und Kunstsammlers Bruno Stefanini? Die Frage erhielt diese Woche neue Brisanz - gestern berichtete der «Landbote» über Originalskizzen von Antoine de Saint-Exupéry, welche die Kuratorinnen der Stefanini-Stiftung in einem Altstadthaus gefunden haben.

Unter den Skizzen sticht eine Farbzeichnung hervor, welche den «Kleinen Prinzen» und den Fuchs zeigt. Angefertigt wurden die Zeichnungen wohl einige Monate vor dem Erscheinen des Buches im Jahr 1943. Das Werk verkaufte sich bis heute circa 140 Millionen mal.

«Sehr interessant»

Aus dem Nachlass von Saint-Exupéry sind viele Skizzen und Entwürfe bekannt, die meisten davon bewahrt heute die New Yorker Bibliothek «Morgan Library & Museum» auf, in unmittelbarer Nachbarschaft des Empire State Building gelegen.

In New York entstand das Buch auch. Christine Nelson, eine der Kuratorinnen des Museums, hatte 2014 eine Ausstellung zum «Petit Prince» organisiert.

Tatsächlich befinde sich der grösste Teil des künstlerischen Nachlasses von Saint-Exupéry in den USA, sagt sie auf Anfrage. Sie hält aber fest, dass auf dem Kunstmarkt «von Zeit zu Zeit» Skizzen aufgetaucht seien und so ihren Weg in private Sammlungen gefunden hätten.

So war es wohl auch bei Stefanini: Er habe die Zeichnungen 1986 an einer Auktion im Kanton Neuenburg erstanden, der Verkäufer lebe heute nicht mehr, heisst es bei der Stiftung.

Auch in der Schweiz ist ein Saint-Exupéry-Experte Zuhause. Der Westschweizer Unternehmer Jean-Marc Probst besitzt eine ganz spezielle Sammlung: Über 4500 Exemplare des «Kleinen Prinzen» in über 350 Sprachen. Der Fund in Winterthur sei «sehr interessant», sagt Probst auf Anfrage. Auch er reiht die Stefanini-Skizzen ein in eine Reihe von privaten Beständen. Auch Probst selber besitzt unter anderem mehrere Original-Aquarelle.

Erstellt: 15.08.2019, 11:19 Uhr

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