Zum Hauptinhalt springen

Koala-Männchen überraschend verstorben

Einer der vier Koalas im Zoo Zürich ist letzte Woche gestorben. Vermutlich hatte Mikey Leukämie.

Bis zum Schluss frass das Koala-Männchen Mikey wie gewöhnlich seinen Eukaplyptus. Am Freitag fanden ihn die Pfleger leblos vor.
Bis zum Schluss frass das Koala-Männchen Mikey wie gewöhnlich seinen Eukaplyptus. Am Freitag fanden ihn die Pfleger leblos vor.
Zoo Zürich / Peter Bolliger

Im März 2018 zogen Mikey und Milo als Junggesellen in die neu eröffnete Australienanlage des Zoos Zürich. Im vergangenen Juli stiessen zwei Koala-Damen hinzu und machten das Quartett komplett. Nun leben nur noch drei der pelzigen Knäuel.

Das Koala-Männchen Mikey ist letzte Woche überraschend gestorben, wie der Zoo mitteilt. Am Donnerstagabend stellten Tierpfleger Blut am Gesäss des Tiers fest und alarmierten den Tierarzt. Dieser nahm eine Blutprobe des 3,5 Jahre alten Koalas. Am Freitagmorgen war es für Mikey bereits zu spät. Die Tierpfleger fanden ihn leblos in der Anlage.

Bis vor seinem Tod zeigte der Koala keinerlei Auffälligkeiten, schreibt der Zoo weiter. Er frass seinen Eukalyptus und schlief wie üblich die meiste Zeit des Tages.

Eine erste Analyse der Blutprobe weist laut Mitteilung auf ein akutes tumoröses Geschehen hin. Im Blut von Mikey wurden Veränderungen festgestellt, die auf eine Erkrankung an Leukämie hindeuten.

Pech für Mikey

«Mikey hat Pech gehabt», sagt Zoo-Kurator Robert Zingg. Der Ausbruch der Krankheit sei sehr akut gewesen und deshalb von den Betreuern nicht feststellbar. «Hinzukommt», sagt Zingg, «dass Wildtiere Meister sind im Verbergen von Schwächen. Das gehört zu ihrer Überlebensstrategie.»

Derzeit werde die genaue Todesursache von Mikey noch untersucht und allfällige Konsequenzen für die Haltung abgeklärt. Das Krankheitsgeschehen scheine aber nicht mit der Ernährung oder dem Management der Tiere zusammenzuhängen, sagt Zingg.

Ersatz aus Australien?

Mikey war gleich nach der Ankunft der Koala-Weibchen mit der gleichaltrigen Maisy verkuppelt worden. Man hoffte auf Koala-Nachwuchs. Ob der Zoo nun für das fehlende Männchen Ersatz erhält, liegt in den Händen des Australian Reptile Parks nördlich von Sydney. Denn die Zürcher Tiere sind nach wie vor in australischem Besitz.

«Der Reptile Park wird in einem grösseren Kontext analysieren, ob wir wieder ein Männchen oder ein Weibchen erhalten», sagt Zingg. Koalas leben nicht in Paaren, sondern sind grundsätzlich Einzelgänger. Und gerade mehrere Weibchen leben laut Zingg problemlos mit einem Männchen zusammen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch