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Mann macht sich in Seen an Schulmädchen heran

Beim Primarschulhaus Tägelmoos hat sich offenbar ein Mann mit zweifelhaften Absichten Kindern genähert. Die Polizei tappt im Dunkeln.

Die Kinder im Schulhaus Tägelmoos sollen besonders vorsichtig sein.
Die Kinder im Schulhaus Tägelmoos sollen besonders vorsichtig sein.
Marc Dahinden

Am Freitag vor einer Woche ging bei der Stadtpolizei eine Meldung ein, wonach sich ein Mann beim Schulhaus Tägelmoos einzelnen Kindern näherte. Der Mann hat in zwei Fällen Mädchen angesprochen und ihnen Süssigkeiten angeboten, wenn sie mit ihm mitgehen, wie Polizeisprecherin Bianca Liechti bestätigt. Die Mädchen liessen sich nicht überreden, sondern erzählten vielmehr Erwachsenen vom Vorfall. Man halte ihre Aussage für glaubhaft und nehme die Sache sehr ernst, sagt die Sprecherin.

Ernst nimmt man die Vorfälle auch bei der Schule. Man hat die Pausenaufsicht verstärkt sowie die Eltern am Montag brieflich gebeten, mit ihren Kindern über allfällige Vorfälle zu reden und Verdächtiges zu melden, wie ­Ruedi Ehrsam, Präsident der Kreisschulpflege Seen-Mattenbach, berichtet. Das Schreiben enthielt auch Tipps für die Kinder: den Schulweg zu zweit zurücklegen ­– nicht auf Provoka­tionen reagieren und im Zweifelsfall weglaufen – laut rufen oder andere Erwachsene um Hilfe bitten. Am Montag soll erneut ein Elternbrief verschickt werden, dem zufolge das Nötige veranlasst und in der Schule mit den Kindern besprochen worden ist.

Man sei gut vorbereitet auf ­solche Fälle, sagt Ehrsam, weil sie leider immer wieder vorkämen. In den letzten zwei Jahren habe sich auch in Oberseen und am Mattenbach ein Mann mit zweifelhaften Absichten den Schul­kindern genähert.

Polizei lauerte dem Mann auf

Die aktuellen Ermittlungen der Polizei blieben bislang ohne Erfolg. Im Wochenverlauf bat die Polizei den «Landboten» noch, einen Artikel zum Thema zu verschieben, um den Gesuchten nicht zu warnen. Man wollte dem Mann beim Schulhaus auflauern und zuschlagen, falls er sich erneut postieren würde. Dazu ist es aber nicht gekommen, wie die Polizeisprecherin gestern sagte.

Für Schule und Polizei handelt es sich um eine diffizile Angelegenheit. «Wir möchten die Eltern sensibilisieren», so Polizeisprecherin Liechti, «zugleich wollen wir keine Panik verbreiten.» Sehr vorsichtig ist die Polizei beim Signalement des mutmasslichen Täters: Sie gibt nur bekannt, dass nach einem Mann gesucht wird, Angaben zum Alter und zum Aussehen werden nicht gemacht. So will man verhindern, dass Männer, die ähnlich gekleidet sind wie der Gesuchte, von der Bevölkerung angegriffen werden. Gerüchte, wonach der Mann Hut und Perücke trug, lässt man entsprechend unkommentiert.

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