EHC Winterthur

Misko Antisin wird Assistenztrainer beim EHCW

Als Spieler war Misko Antisin eine kontroverse Figur. Bei Winterthur assistiert der 54-Jährige nächste Saison Michel Zeiter.

Als Spieler Publikumsliebling bei den eigenen Fans und rotes Tuch bei den gegnerischen: Misko Antisin.

Als Spieler Publikumsliebling bei den eigenen Fans und rotes Tuch bei den gegnerischen: Misko Antisin. Bild: zvg

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Der EHCW hat im Hinblick auf die bevorstehende Saison eine weitere Personalfrage gelöst: Misko Antisin wird Nachfolger von Manuel Brugger als Assistent von Cheftrainer und Sportchef Michel Zeiter. Damit wird ein Wunsch von Zeiter erfüllt. Denn er wollte auf dieser Position einen Mann haben mit möglichst viel Erfahrung aus dem Profibereich. «Antisin weiss, wie man mit jungen Spielern arbeitet. Und er kann sein Wissen als ausgebildeter Skills-Coach einbringen», betont Zeiter.

Antisin war in der Schweiz als Spieler erfolgreich. Aber auch eine höchst kontroverse Figur: Publikumsliebling bei den eigenen Fans und rotes Tuch bei den gegnerischen. Er begann seine Schweizer Karriere 1985 beim ZSC, wechselte zu Ambri-Piotta und wurde dann mit Zug und Lugano Schweizer Meister. Er war stets auch ein Garant für Skorerpunkte. Das brachte dem Kanada-Schweizer, dessen Mutter aus Lausanne stammt, einen Platz in der Nationalmannschaft ein. Antisin absolvierte 51 Länderspiele für die Schweiz und war Teil der beiden Teams, die an den Weltmeisterschaften 1992 und 1998 jeweils den 4. Rang erreichten. 1998 übrigens zusammen mit dem zehn Jahre jüngeren Zeiter, der beim EHCW nun sein Chef wird.

1360 Strafminuten

Aber Antisin war auch einer, der provozierte und für sein unsauberes Spiel bekannt war. 17 Saisons spielte er in der NLA, eine (mit Servette) in der NLB. Dabei kam er auf nicht weniger als 1360 Strafminuten und war der meistbestrafte Spieler der Schweiz. Schlagzeilen machte ein Foul, das 1993 die Karriere von Ambris Petr Malkow beendete. Malkow klagte und Antisin wurde letztlich vor Bundesgericht wegen einfacher Körperverletzung verurteilt – auch wenn ihm das Gericht keine Verletzungsabsicht unterstellte. Ironie des Schicksals: 2002 wurde auch Antisins eigene Spielerkarriere durch ein Foul beendet, das eine Knieverletzung zur Folge hatte.

Junioren-Coach in Kanada

Als Coach war Antisin bei verschiedenen Juniorenteams in Kanada tätig. 2016/17 war er – nach zwei Jahren als Assistant – Headcoach bei den Salmon Arm Silverblacks in der British Columbia Hockey League. Jetzt will er seine Trainerkarriere in der Schweiz neu lancieren. Ende Juli oder Anfang August, also vor Beginn des Eistrainings wird er in Winterthur erwartet.

Erstellt: 13.06.2019, 20:11 Uhr

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