Winterthur

Mit dem Touchscreen durch die Baustelle «wischen»

Am Bahnhof steht neuerdings die erste «digitale Informationsstele» für städtische Baustellen.

Ein 1,90 Meter hoher Touchscreen-Bildschirm: 100'000 Franken kosteten Anschaffung und Entwicklung.

Ein 1,90 Meter hoher Touchscreen-Bildschirm: 100'000 Franken kosteten Anschaffung und Entwicklung. Bild: Marc Dahinden

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Auf dem Weg zur «Smart City» will die Stadt auch immer smarter zu ihren Bürgerinnen und Bürgern sprechen. Aus diesem Grund hat das Tiefbauamt eine «digitale Informationsstele» in Auftrag gegeben, der Prototyp wurde am Dienstagmorgen beim Hauptbahnhof eingeweiht. Auf dem sogenannten Dreiecksplatz, gleich gegenüber des Migrolino, werden auf einem 1,90 Meter hohen Touchscreen-Bildschirm umfassende Informationen zur Riesen-Baustelle «Rampe 21» präsentiert.

Zu finden sind Informationen zur Veloquerung und Personenunterführung aber auch zahlreiche historische Aufnahmen und Panoramen, letztere produziert von der Winterthurer Firma Janto Film GmbH. In beeindruckenden 3D-Ansichten der Firma Strabag kann man sich durch die Baustelle «wischen» - die Stele bestand bei der verregneten Präsentation einen ersten haptischen Härtetest.

100'000 Franken für den Prototyp

Der Touchscreen, der mit geringem Aufwand auch anderswo hingestellt werden kann, ist laut Bauvorsteherin Christa Meier (SP) Teil der Smart-City-Strategie, wurde aber aus der Kasse des Baudepartements bezahlt. 100'000 Franken kostete der Prototyp die Stadt, weitere sollen folgen und pro Stück nur noch etwa die Hälfte kosten. Meier sprach von einer «neuen Ära der Baustellen-Information», die Bevölkerung solle die grossen Baustellen der Stadt vor Ort interaktiv erleben können.

Ähnliche Modelle stehen bereits im Zürcher Hauptbahnhof und in Effretikon. Laut der Herstellerfirma Wizard Smart Solutions sind sie wetterfest und robust, Vandalenakte habe es bisher keine gegeben. Für den Winterthurer Prototyp engagierte die Stadt zudem das Zürcher Design-Duo «Peyer Brader».

Interessierte können sich ab sofort auf dem Dreiecksplatz informieren. Wer alle Menüpunkte durchgearbeitet hat, kann sich noch um folgende Rätsel kümmern: Finden Sie die Star Wars-Figur auf den Original-Bauplänen der Rampe 21, welche ein Planer aus Jux dort platziert hat? Und: Der Name welcher Stadträtin ist falsch geschrieben?

Erstellt: 20.08.2019, 13:48 Uhr

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