Wila

Mit der Rollbühne durch Italien

Seit knapp einem Jahr besitzt Mark Fink aus Wila eine mobile Bühne, die er Festivals und Veranstaltern vermietet. Viele Platzkonzerte hat der Musiker schon selbst gespielt, und dieser Tage gehts auf Tour durch Italien.

Hat noch vieles vor mit seiner mobilen Bühne: Gitarrist Mark Fink aus Wila.

Hat noch vieles vor mit seiner mobilen Bühne: Gitarrist Mark Fink aus Wila. Bild: Johanna Bossart

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In Mark Finks Leben gab es zweifellos viele spannende Momente. Der ausgebildete Primarlehrer und Landwirt erzählt von Reisen durch Kanada und einem zwei Jahre langen Rosstrip von Cal­gary bis Kalifornien. «In dieser Zeit wurde ich auf die amerikanische Volksmusik und den Blues aufmerksam», sagt er mit einem Strahlen in den Augen.

Vor allem der Fingerpick-Stil hat es dem autodidaktischen Gitarristen angetan. Als Kind genoss er während sieben Jahren Klavierunterricht, doch die Sechssaitige sprach ihn stärker an. Glück habe er auch gehabt, dass er schon früh in ein musikbegeistertes Umfeld geraten sei und deshalb bereits als Teenager Band- und Bühnenerfahrungen sammeln konnte.

Mitglied diverser Bands

Heute spielt er in diversen Formationen, wie zum Beispiel der Gipsy-Gruppe Urbalz oder Rossi International, die eine Mischung aus Tex-Mex und Balkansound offerieren. Oft an seiner Seite anzutreffen ist der bekannte Akkordeonist Thomi Erb. «Mit ihm spiele ich schon seit über dreissig Jahren zusammen», verrät Fink. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse, Projekte und Konzerte ­haben eine grosse Verbundenheit zwischen den beiden Musikern geschaffen.

Der Drang, aufzutreten, war schon immer gross. «Ich wollte hinaus aus dem Proberaum, um regelmässig auf der Strasse zu musizieren», erinnert sich Fink. Deshalb habe er Anfang 2015 im Internet eine mobile Bühne erworben, welche er eigenhändig aufgerüstet hat. LED-Lämpchen und Scheinwerfer sorgen an den Abenden für das nötige Ambiente. Dieses Jahr kam die Rollbühne leider noch nicht zum Einsatz.

Das Wetter sei einfach zu schlecht gewesen, sagt Fink. Dennoch wird er in den nächsten Tagen damit beginnen, den Wagen auf Vordermann zu bringen. Vom 11. bis 26. Juli steht nämlich eine Italientournee mit der Truppe Urbalz an. «Wir haben zwei Fixpunkte und werden die restlichen Konzerte spontan anordnen», freut er sich. Hiermit habe er ­bereits Erfahrung.

17 Konzerte innert 15 Tagen wurden auf der letztjährigen Tour durch die Ostschweiz und das Bündnerland gespielt. «Meistens spielen wir nachmittags oder am Abend auf Vorplätzen von Gastwirtschaften, machen Kollekte und kriegen etwas zu essen und zu trinken», erklärt er. Mit der Erlaubnis des Wirtes sei auch das Einholen von externen Be­willigungen kein Thema – solange man spätestens ab 22 Uhr ­ruhig ist.

Erfreuliches Nullsummenspiel

Das Touren sei ein Nullsummenspiel, das vor allem Vergnügen bereitet. Geschlafen werde im Anhänger, denn ein Hotel könne man sich nicht leisten. Dieses Verhalten würde man eher abenteuerlustigen Jugendlichen zuschreiben, als einem Haufen bald pensionierter Männer. «Unser Alter sehe ich aber als grossen Vorteil», analysiert Fink. Das breite Repertoire an Unterhaltungsmusik und ihre Erfahrungen und die Tatsache, dass die Gruppe mit einer Rollbühne unterwegs ist, lassen kaum einen Wirt an der Qualität der Musik zweifeln.

Noch viele Pläne

Die Rollbühne ist fester Bestandteil von Finks Zukunftsplänen. «In einigen Jahren werde ich pensioniert sein», sagt er. Die Bühne soll ihm einen Lebensinhalt geben, denn er träumt davon, mit ihr durch diverse Städte zu touren. Auch hofft er darauf, dass viele Veranstalter auf ihn aufmerksam werden und er die Rollbühne regelmässig für Festivals und Platzkonzerte vermieten kann. «Für Musiker mache ich natürlich grosszügige Rabatte», verspricht er und scheint sich schon sehr auf alles zu freuen, was noch vor ihm liegt.

www.rollbuehne.ch (Landbote)

Erstellt: 07.07.2016, 17:29 Uhr

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