Winterthur

Oberi bekommt einen Mini-Strand

Ab 2018 baut die Stadt neben dem Schulhaus Talacker das letzte von vier neuen Regenbecken. Das Projekt verändert die Umgebung positiv: Ein Stück Eulach wird renaturiert und das Ufer zugänglich.

Bild: stadt.winterthur.ch

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es ist der vorläufig letzte Schritt in der Modernisierung der Winterthurer Abwassersystems: Ab 2018 baut die Stadt in Oberwinterthur an der Hegistrasse gleich angrenzend an die Spielwiese des Schulhauses Talacker ein neues Regenbecken. Es ist bereits die vierte Anlage dieser Art, die innerhalb des laufenden Jahrzehnts entsteht (siehe Kasten rechts). Die Regenbecken sollen bei starkem Niederschlag verhindern, dass verschmutztes Wasser ungefiltert in die Flüsse und Bäche eingeleitet wird. Denn wenn es regnet mischt sich im über weite Strecken nicht getrennten Kanalnetz Abwasser und Regenwasser. Die Regenbecken wirken im System als Puffer und sorgen zumindest für eine mechanische Vorreinigung.

Scheco-Areal steht Modell

Die Projektierungsarbeiten für das neue Becken laufen noch. Der Stadtrat hat für Planung und Bau 8,3 Millionen Franken als gebundene Ausgabe bewilligt. Ein Teil dieses Geldes fliesst – und das ist die gute Nachricht für das Quartier - in die Aufwertung der Umgebung. Einerseits wird der bestehende, sanierungsbedürftige Fussgängersteg über die Eulach erneuert. Andererseits wird wie bereits etwas weiter bachaufwärts, beim Scheco-Areal die Eulach auch beim Schulhaus Talwiesen renaturiert und mit einem flachen Ufer einseitig zugänglich gemacht.

Die Eulach in der Stadt im grossen Stil zu renaturieren, sei nicht möglich, sagt Ueli Sieber, der Leiter der Stadtentwässerung. „Aber wir haben einige Parzellen, wo wir etwas machen können. Und weil wir mit dem Regenbecken sowieso eine grosse Baustelle haben, ist das für uns eine Möglichkeit, den Abschnitt etwas aufzuwerten.“ Der aufgewertete Bachabschnitt reicht voraussichtlich vom Regenbecken bis an die Talackerstrasse und dürfte damit rund 100 Meter lang werden. Hinter dem Schulgebäude sei der Platz allerdings eher eng bemessen, sagt Sieber. Entlang der Spielwiese habe man mehr Gestaltungsmöglichkeiten. „Wir erhoffen uns auf eine Aufwertung des Schulareals.“

Das Aus für die Pünten

Einen Wermutstropfen aber hat das Projekt: Die Pünten, die sich heute auf dem westlichsten Teil des der Schule gehörenden Grundstücks befinden, müssen dem Regenbecken weichen. Die Stadt will die Püntiker in den nächsten Tagen in einer Information über die Details in Kenntnis setzen. Voraussichtlich ist 2017 für sie die letzte Püntensaison auf dem Gelände. „Wir bedauern das sehr“, sagt Sieber. Platz für die Regenbecken zu finden, sei äusserst schwierig. „Wir brauchen dafür eine unbebaute Fläche, möglichst nah am Wasser.“ (Marc Leutenegger)

Erstellt: 17.08.2016, 14:14 Uhr

Bis 2020 wird die Stadt sechs Regenbecken haben. Zwei davon, das Becken bei der ARA Hard sowie das beim Sportplatz Flüeli, sind älteren Datums. Die restlichen vier sind Teil einer laufenden Modernisierung des Abwassersystems. 2010 und 2011 wurden die Becken Schlosstalstrasse in Töss sowie Steinacker in Seen in Betrieb genommen. Im Bau ist das Regenbecken Schützenwiese. Das Becken Talacker in Oberwinterthur schliesst die Erneuerung ab. Es wird 38 Meter lang, 23 Meter breit und 7 Meter tief, fasst 1800 Kubikmeter Wasser und kommt – bis auf ein Betriebsgebäude - unter das Terrain zu liegen.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!