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Oberi bekommt einen Mini-Strand

Ab 2018 baut die Stadt neben dem Schulhaus Talacker das letzte von vier neuen Regenbecken. Das Projekt verändert die Umgebung positiv: Ein Stück Eulach wird renaturiert und das Ufer zugänglich.

Marc Leutenegger
stadt.winterthur.ch

Es ist der vorläufig letzte Schritt in der Modernisierung der Winterthurer Abwassersystems: Ab 2018 baut die Stadt in Oberwinterthur an der Hegistrasse gleich angrenzend an die Spielwiese des Schulhauses Talacker ein neues Regenbecken. Es ist bereits die vierte Anlage dieser Art, die innerhalb des laufenden Jahrzehnts entsteht (siehe Kasten rechts). Die Regenbecken sollen bei starkem Niederschlag verhindern, dass verschmutztes Wasser ungefiltert in die Flüsse und Bäche eingeleitet wird. Denn wenn es regnet mischt sich im über weite Strecken nicht getrennten Kanalnetz Abwasser und Regenwasser. Die Regenbecken wirken im System als Puffer und sorgen zumindest für eine mechanische Vorreinigung.

Scheco-Areal steht Modell

Die Projektierungsarbeiten für das neue Becken laufen noch. Der Stadtrat hat für Planung und Bau 8,3 Millionen Franken als gebundene Ausgabe bewilligt. Ein Teil dieses Geldes fliesst – und das ist die gute Nachricht für das Quartier - in die Aufwertung der Umgebung. Einerseits wird der bestehende, sanierungsbedürftige Fussgängersteg über die Eulach erneuert. Andererseits wird wie bereits etwas weiter bachaufwärts, beim Scheco-Areal die Eulach auch beim Schulhaus Talwiesen renaturiert und mit einem flachen Ufer einseitig zugänglich gemacht.

Die Eulach in der Stadt im grossen Stil zu renaturieren, sei nicht möglich, sagt Ueli Sieber, der Leiter der Stadtentwässerung. „Aber wir haben einige Parzellen, wo wir etwas machen können. Und weil wir mit dem Regenbecken sowieso eine grosse Baustelle haben, ist das für uns eine Möglichkeit, den Abschnitt etwas aufzuwerten.“ Der aufgewertete Bachabschnitt reicht voraussichtlich vom Regenbecken bis an die Talackerstrasse und dürfte damit rund 100 Meter lang werden. Hinter dem Schulgebäude sei der Platz allerdings eher eng bemessen, sagt Sieber. Entlang der Spielwiese habe man mehr Gestaltungsmöglichkeiten. „Wir erhoffen uns auf eine Aufwertung des Schulareals.“

Das Aus für die Pünten

Einen Wermutstropfen aber hat das Projekt: Die Pünten, die sich heute auf dem westlichsten Teil des der Schule gehörenden Grundstücks befinden, müssen dem Regenbecken weichen. Die Stadt will die Püntiker in den nächsten Tagen in einer Information über die Details in Kenntnis setzen. Voraussichtlich ist 2017 für sie die letzte Püntensaison auf dem Gelände. „Wir bedauern das sehr“, sagt Sieber. Platz für die Regenbecken zu finden, sei äusserst schwierig. „Wir brauchen dafür eine unbebaute Fläche, möglichst nah am Wasser.“

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