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Parkieren beim Sportzentrum bleibt gratis

Es kommen keine weiteren Kosten auf die Nutzer des Effretiker Sportzentrums Eselriet zu: Das Parlament hat am Donnerstag einen Kredit für das Aufstellen von Parkuhren abgelehnt.

An der Sportplatzstrasse beim Sportzentrum Eselriet müssen die Besucher auch in Zukunft keine Ticketautomaten bedienen.
An der Sportplatzstrasse beim Sportzentrum Eselriet müssen die Besucher auch in Zukunft keine Ticketautomaten bedienen.
Mano Reichling

Der Stadtrat Illnau-Effretikon hätte es sich einfach machen ­können: Parkuhren aufstellen und Gebühren einfordern. Doch die Behörde wollte das Parlament über die Einführung der sogenannten Parkraumbewirtschaftung beim Sportzentrum Eselriet entscheiden lassen.

Dies, weil die Gemeinde­räte den entsprechenden Kredit ­bereits zweimal aus dem Budget strichen. Der Stadtrat erachtete es deshalb als «sachdienlich», ­ihre Meinung nochmals einzu­holen. Er unterbreitete deshalb dem Rat am Donnerstagabend einen Kredit von 45 000 Franken. So viel hätten die drei vorgese­henen Ticketautomaten inklu­sive Stromanschlüsse gekostet.

Die Einführung von kostenpflichtigen Parkplätzen ist eine der Massnahmen aus dem stadträtlichen Sparpaket 2017. Damit hätte die Exekutive jährlich 30 000 Franken einnehmen wollen – mit insgesamt 110 öffent­lichen Parkplätzen auf der Sportplatz­strasse und weiteren 160 Plätzen auf der Wiese vis-à-vis des Sportzentrums.

«Schlechter Zeitpunkt»

Doch schon die Geschäftsprüfungskommission (GPK) konnte sich mit dem Ansinnen nicht anfreun­den. Sie empfahl den Gemeinde­räten, das Geschäft abzu­lehnen. Peter Vollen­wei­der (BDP), der am Donnerstagabend im Namen des Prüforgans sprach, befürchtete, dass die Massnahme von den Besuchern des Sportzentrums nicht goutiert würde. Auch sei der Zeitpunkt schlecht gewählt. «Denn wir haben eben erst im Oktober die Eintritts­preise erhöht.»

Er befürchtete im Weiteren, dass die Besucher im Sommer in Freibäder der umliegenden Gemeinden abwandern könnten. Auch sei das Ganze «eine Demo­tivation für die Sportler», die gezwun­gen wären, eine Jahresparkkarte zu kaufen, auch wenn sie das Zentrum etwa nur im Winter nutzten.

Bürgerliche dagegen

Das sah insbesondere die rechte Ratsseite ähnlich. Marco Nuzzi (FDP) fand, «dass wir eine Parkierverordnung haben, die gut funktioniert». Er hielt nichts von weiteren Gebühren. «Das Ganze kostet mehr Nerven, als dass es Einnahmen generiert.» In Effretikon müsse man auch keine Anwoh­ner von den Parkplätzen fernhalten. «Die gibt es hier nicht.»

Das Konzept des Stadtrates überzeugte auch Matthias Müller (CVP) nicht. «Es ist zu wenig ausgereift», sagte er. Dies, weil nicht das gesamte Gebiet um das Sportzentrum einbezogen sei, namentlich die Parkplätze beim Primarschulhaus und bei den Fussballplätzen nicht. Er stellte daher im Namen seiner Partei sowie der EVP, Grünen und GLP einen Rückweisungsantrag mit dem Auftrag, eine neue Vorlage auszuarbeiten.

Das kam Markus Annaheim (SP) gelegen, «der Antrag befreit mich aus einem Dilemma», sagte er. Denn er konnte sich zwar für die Parkplatzgebühren erwärmen, aber nicht für den Antrag des Stadtrates. Er plädierte dafür, das Gebiet auszuweiten und auf die Sportler zuzugehen. «Es braucht eine Lösung, die für sie vertretbar ist.»

Der Rückweisungsantrag rief wiederum die SVP auf den Plan. «Ich verstehe nicht ganz, weshalb wir uns hier vor zwei Monaten ­für tiefe Eintrittspreise stark gemacht haben und jetzt wieder einige Franken draufschlagen wollen», sagte Ueli Kuhn. Er spielte auf ein Postulat zum Thema an, den zwei grüne Gemeinderäte im Dezember eingereicht hatten.

Die zuständige Sicherheits­vorsteherin Salome Wyss (SP) ­erklärte sich noch bereit, die Preise für die Parkplätze moderater zu gestalten und eine Halbjahreskarte einzuführen. Doch das half nichts, die Mehrheit des Rates lehnte Rückweisungs- sowie Kredit­antrag ab.

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