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Penalty verschossen, ausgekontert

Der FCW bot 70 Minuten lang seine kollektiv beste Saisonleistung. Seine Führung wäre zwingend gewesen. Aber am Ende siegte der FC Schaffhausen 2:0 und war wieder Tabellenführer.

Das hätte ein Vorteil für den FCW sein müssen: Schaffhausens Goalie Djordje Nikolic foult Manuel Sutter. Doch Silvio verschoss den Penalty.
Das hätte ein Vorteil für den FCW sein müssen: Schaffhausens Goalie Djordje Nikolic foult Manuel Sutter. Doch Silvio verschoss den Penalty.
Heinz Diener

Wers nur auf dem Papier sieht, macht sich rasch ein Bild von diesem Resultat: Ein Pflichtsieg des Spitzenklubs, der sich damit nach 24 Runden die Tabellenspitze von Neuchâtel Xamax zurückholt; ein Pflichtsieg des Favoriten gegen einen Gast aus der hinteren Hälfte der Rangliste. Business as usual also, aber auch – nach einer Niederlage in der Meisterschaft in Genf und einer im Cup in Münsingen – der erste Sieg Boris Smiljanics als Trainer auf der Schaffhauser Bank. Es kann mit dem FCS also auch Smiljanic gewinnen, nicht nur sein Vorgänger Murat Yakin.Doch wer das Spiel gesehen hat, der muss zu einem andern Urteil kommen. Der FCW hat am Ende einen Match verloren, «den man eigentlich gar nicht verlieren kann», wie es sein Trainer Umberto Romano mit einigem Recht formulierte. Bis zu jenem folgenschweren, allerdings auch erstklassig geführten Konter in der 70. Minute war das Bild vom Match eindeutig dieses gewesen: Der FCW, erstmals unter Romano von Beginn weg mit einer Vierabwehr, war gut organisiert, in diesem 4-1-4-1 oder, bei Ballbesitz eher, 4-3-3 durchaus stilsicher. Die Zweikampfquote war gut, die Passquote. Es fehlte eigentlich «nur» eines: ein Tor. Aber immerhin hatten die Winterthurer mehrere gute Offensivszenen, sogar drei ganz klare Chancen. Von der Schaffhauser Offensive war dagegen so gut wie nichts zu sehen.

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