Mehr als Fisch und Reis

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Die Einrichtung des «Yooji’s» im Kesselhaus in Winterthur ist klassich für ein Sushi-Restaurant: Die wichtigste Möblierung ist das Fliessband, auf dem die Sushi-Teller über die Theke zuckeln. Als Besonderheit gibt es hier zwei Förderband-Schleifen, an denen man sich zu viert vis-à-vis sitzen kann. Da lässt es sich besser plaudern als aufgereiht an der Bar. Wir haben Glück und einer dieser «Tische» wird im an diesem Montagabend gut besetzten Restaurant gleich frei. Reservationen nimmt das «Yooji’s» keine entgegen.

Das Angebot auf dem Fliessband ist dann überraschend abwechslungsreich. Natürlich gibt es die traditionellen Edamame-Sojabohnen als Vorspeise, die bekannten Maki-Reisröllchen mit Fischstück in der Mitte sowie die länglichen Nigiri. Es fahren aber auch spannende Kreationen über die Bar, die Teils mit einem «Chef’s choice»-Kleber gekennzeichnet sind. Einmal ist der Lachs auf dem Reisbett geräuchert, ein anderes Stückchen entpuppt sich gar als knusprig paniertes Poulet. «Das ist ja gar kein Sushi mehr», moniert eine Freundin. Ihr sind auch die Rollen mit mariniertem Fischtatar oder der pikante «Green Dragon» mit Avocado und Frischkäse viel zu bunt. «Warum nicht einfach nur Fisch und Reis?», fragt sich die Puristin. Wir anderen schätzen jedoch die Abwechslung. Eine Begleiterin isst Crevetten in vier Varianten, besonders der «Spicy Shrimp Tatar», ein kleiner Crevettensalat mir Sesamöl, hat es ihr angetan.

Ein Markenzeichen der Yooji’s-Filialen, die es laut Homepage unterdessen 14-fach gibt in der Schweiz, sind die Tablet-Bildschirme an jedem Sitzplatz. Über sie lassen sich Plättchen bestellen, wenn einem das Angebot auf dem Fliessband nicht passt. Man klickt und schaut den Köchen auf der anderen Seite der Theke zu, wie sie das Gewünschte auf ein Tellerchen drapieren. Bezahlt wird nach Anzahl der leergegessenen Teller, die je nach Farbe zwischen 4.90 und 12.90 Franken kosten.

Als Dessert probieren wir Mochis, Glacekugeln in einem Mantel aus Reisteig. Diese haben Schlagzeilen gemacht, weil sie zu gierigen Essern im Hals stecken bleiben können. In Japan ersticken daran jährlich mehrere Personen (siehe Ausgabe vom Freitag). Wir geniessen sie jedoch ohne Probleme. Wer kein Risiko eingehen will: Die Joghurtmousse mit Passionsfrucht löffelt sich ganz ungefährlich.

(Der Landbote)

Erstellt: 06.01.2019, 17:18 Uhr

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