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Dass der Kanton dem Bund das Durchgangszentrum in Embrach überlässt, um dort ein Ausreisezentrum für Asylsuchende zu betreiben, ist ein logischer und vernünftiger Schritt. In der Unterländer Gemeinde besteht bereits seit 1991 eine Infrastruktur für Asylbewerber. Heute zählt das Durchgangszentrum bis zu 380 Bewohner. Wer in Embrach wohnt, sieht die temporären Gäste am Bahnhof, im Dorf – man hat sich an sie gewöhnt. Gab es Bedenken, haben Betreiber, Gemeinde und Sicherheitsdienste reagiert. Zum Beispiel, indem die Beleuchtung zwischen Asylzen­trum und Bahnhof verbessert wurde. Gemäss Gemeindepräsident Erhard Büchi gab es seit einem Jahr keine Beanstandungen mehr. Die Abläufe haben sich bewährt, sind eingespielt.

Dem Sicherheitsaspekt wird mit der Überführung vom Durchgangs- in ein Ausreisezentrum sogar noch mehr Rechnung getragen. Denn für Letzteres gilt eine strengere Hausordnung. Die Öffnungszeiten werden kürzer, und das Aufgebot an Sicherheitspersonal wird erweitert. Dem Vorhaben steht also nichts mehr im Weg. Selbst baurecht­liche Einsprachen dürften kaum eine Chance haben.

Erstellt: 08.07.2015, 10:55 Uhr

Heinz Zürcher, Redaktor Kantonsredaktion

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