Stadtverbesserer

Molenbeek in Winterthur

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Winterthurs Ruf als Jihad-Hochburg festigt sich mit jedem Artikel. Die NZZ setzte am Samstag nochmals einen drauf: Bis zu 40 Personen gehörten zur hiesigen Islamistenszene. Zwei von ihnen seien in den Betonklötzen im Quartier Steig aufgewachsen. Für den NZZ-Schreiber Grund genug, um einen Vergleich mit dem Brüsseler Problemquartier Molenbeek zu konstruieren: In Steig finde eine Art Ghettobildung statt, da nur die gleichen sozialen Milieus miteinander im Austausch stünden. Der ideale Nährboden für Parallelgesellschaften und Islamismus.

Ein weiteres Milieu findet man in Veltheim. Der «Tages-Anzeiger» identifizierte das Quartier als Parteihochburg der Grünen. Linke Wähler, junge Familien und mittendrin die Anarchisten: Ihre Flyer mit radikalen Parolen hängen gleich neben dem Restaurant Bunter Hund. Wild, jung, links: Das muss ein zweites Friedrichshain sein.

Bei näherem Hinsehen zeigt sich: In Winterthur wimmelt es von Parallelgesellschaften. Rund um die Schützenwiese tummeln sich zum Beispiel fanatische FCW-Fans. Sie tauschen sich stets über dasselbe Thema aus, radikalisieren sich gegenseitig. Der Vergleich mit dem Hamburger Stadtteil St. Pauli liegt nahe, Indizien gibt es viele: Freundschaftsspiele belegen die Ver­netzung, in den «St.-Pauli-Nachrichten» fand Winterthur auch schon Erwähnung.

Ein Blick in die Quartierstatistik offenbart eine weitere Szene, der fast ein Drittel im Seemer Waldegg-Quartier angehören: Die ­wenigsten von ihnen gehen einer Arbeit nach, sie schlurfen oft durch die Strassen und haben graue Haare. Rentner. Diese Schlagzeile fehlt noch: «Rentner-Ghetto Waldegg: Das Florida von Winterthur.»

Erstellt: 31.03.2016, 12:11 Uhr

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