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Nachbarn und Nachfragen

Was den meisten Sterblichen nicht vergönnt ist, nimmt das Zürcher Schauspielhaus wie selbstverständlich für sich in Anspruch: Es möchte sich seine Nachbarn selbst aussuchen. McDonalds, der dort ein Restaurant eröffnen wollte, wurde weggemobbt, das Lokal blieb lange leer.

Neulich wurde die grundsolide Lebensmittelkette Spar als neuer Ladenmieter vermeldet. Erneuter Protest vom Nachbarn, dieses Mal wegen befürchteter betrieblicher Störungen bei Anlieferung, Entsorgung usw. Ob die Ansiedlung zustande kommt, ist noch offen. Ob eine «Delicatessa»» oder ein «Sprüngli» den hochmögenden Nachbarn lieber wäre, wurde nicht vermeldet.

So ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, das hoch subventionierte Theater sei eine Hochburg der Überheblichkeit und Arroganz. Man kann das ja mal offen lassen und sich kundig machen, wie das prominenteste Sprechtheater der Schweiz sonst noch in der Öffentlichkeit auftritt. Dazu dient uns die Schauspiel-Hauszeitung «Journal». Dort ist der kluge, unlängst vom Fernsehen kaltgestellte Stefan Zweifel als Kolumnist unterwegs. Er freut sich nicht über die Blocher-Ausstellung in Winterthur und greift in diesem Zusammenhang die gesponserte Ausgabe der Zeitschrift «Du» über die höchst erfolgreiche Kunstausstellung an.

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