Schmausen in Schaffhausen

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Was liegt näher als Schaffhausen, wenn man in der Region ein gutes neues Restaurant entdecken möchte? Wir wählen einen, glaubt man Ansässigen, sicheren Wert und steuern in der Altstadt den stattlichen Herrenacker an. Von den 171 Hausvorsprüngen der Erkerstadt ziert einer auch die Wirtschaft zum Frieden.

Im über 500-jährigen Haus, in dem einst Ratsherren und Bürgermeister wohnten, ist Gast­stube nicht gleich Gaststube, wie wir schon bei der Reservation bemerken: «Möchten Sie unten in der Stube sitzen oder oben im Saal?» Wir wählen die erste Etage und einen Fensterplatz, um gleich diesen Erker von innen zu sehen. Insgesamt stehen fünf Räume zur Verfügung, erfahren wir später von der Kellnerin, die teils nur bei Bedarf offen sind: «wenn zum Beispiel Banker mehr Privatsphäre wünschen».

Der rustikale obere Saal in der Wirtschaft zum Frieden

Dass gerade Banker erwähnt werden, ist im herrschaftlichen Haus mit rustikaler, doch edler Ausstattung kein Zufall. Von den Kellnerinnen in schwarzer Robe bedienen diesen Samstagabend gleich deren drei zwei Handvoll Gäste. Ein Ort für spezielle Anlässe ist das ruhige Restaurant mit der Friedenstaube im Em­blem, ein Ort, um etwas zu feiern.

Gefeiert wird auch die «Guide Michelin»-prämierte Küche von Mitinhaber Fabrice Bischoff – er winkt beim Eintreten aus der Küche, während Partnerin Heidi am Ende die Tür aufhält. Unsere Ansprüche erfüllen die Speisen ebenfalls, mit denen ein Mittelweg zwischen währschafter und kreativer Küche versucht wird. Den Flusskrebscocktail vorab (16.50 Franken) serviert man, ­etwas fürs Auge, in einer offenen Avocado, bei der zarten Entenbrust (40 Fr.) sorgt der harmonierende Sojajus für das Besondere. Die lauwarme Tarte Tatin schliesslich (13.50 Fr.) geht so leicht über den Gaumen wie der Name des kopfüber gebackenen Apfelkuchens über die Lippen.

Der alte Wandspruch im Foyer erläutert den Namen der Wirtschaft

Hätte sie einem Winterthurer die Wirtschaft zu beschreiben, in wenigen Worten, so würde die Begleiterin formulieren: «wie das Schloss Wülflingen». Weniger ist mehr, scheint auch hier das Motto zu lauten angesichts einer Speisekarte, die auf fünf Seiten Platz findet. Ebenfalls passt die Losung: «Essen ist ein Be­dürfnis, Geniessen eine Kunst», die auf dem Truffes-Tellerchen steht, das zum Kaffee gereicht wird.

Unter dem Strich steht ein genussvoller Abend in einer Atmosphäre des Besonderen. Und auf der Rechnung steht ein höherer, doch zahlbarer Betrag, dies auch darum, weil man für die kleine Portion der Eglifilets mit Salzkartoffeln einen grösseren Abschlag gewährt, was die Speisekarte nicht erwarten liess und hier eine gesonderte Erwähnung verdient.

Erstellt: 14.01.2019, 08:53 Uhr

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