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Transparenz per B-Post

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«Keiner weiss, was das Fest kostet», titelte der «Landbote» im Herbst 2013 und meinte das Albanifest. Knappe vier Jahre später soll die Finanzierung nun erstmals transparent und ordentlich geregelt werden. Die Stadt zahlt einen jährlichen Betriebsbeitrag von 50 000 und erlässt dem Fest Gebühren von 425 000 Franken, so lautet der Vorschlag des Stadtrates.

Der Schritt ist richtig, aber er kommt reichlich spät. Über Jahre erbrachte die Stadt kostenlose Leistungen in Millionenhöhe, ohne eine demokratische Legitimation und ohne daran geknüpfte Auflagen. Während längst jeder Franken in der Stadtverwaltung umgedreht wurde und die Stadt Sportler und Püntiker mit neuen Gebühren verärgerte, blieb das Albanifest eine «Blackbox». Es brauchte schliesslich eine Intervention der Finanzkontrolle, um den Stadtrat zur buchhalterischen Vernunft zu rufen. Das ist unschön. Und am Ende steht die Erkenntnis: So schwierig, wie über die Jahre behauptet, war die Rechnung nun wirklich nicht.

Ob das Albanifest die knappe halbe Million Franken jährlich wert ist, wird jetzt der Gemeinderat entscheiden. Das ist demokratisch wichtig, auch wenn es wohl eine Formsache wird. Im Vorwahljahr wird sich keine Partei an rotierenden Bahnen und gebrannten Mandeln die Finger verbrennen wollen.

Erstellt: 19.07.2017, 10:41 Uhr

Marc Leutenegger, Leiter Lokalredaktion

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