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Vom Aussenseiter zum Favoriten

Die SP und die Grünen halten in Winterthurmeist zusammen, um dem starken bürgerlichen Block die Stirn zu bieten. Dass die SP mit Christa Meier eine eigene Kandidatin aufstellte, hatte sie mit der Sorge um den schwächelnden Juniorpartner begründet. Der Sorge, dass durch Gfellers Fehlleistungen der dritte Stadtratssitz von Mitte-links in Gefahr sei. Das gute Abschneiden von Jürg Altwegg im ersten Wahlgang hat diese Zweifel nun zerstreut. Die SP zeigt Grösse und verzichtet, obwohl ihre Kandidatin mehr Stimmen holte.

Dass Altwegg den Vorzug vor Meier erhalten würde, zeichnete sich spätestens seit Montag ab, als die EVP ihm und nicht Meier ihre Unterstützung zusagte. Eine SP, die drei Sitze für sich beansprucht und keinen für die Klein- und Mitteparteien übrig lässt, hätten wohl viele Wähler aus Prinzip nicht goutiert.

Mit den Stimmen der SP und der EVP im Rücken kann Altwegg selbstbewusst in den zweiten Wahlgang gehen. Der grüne Kandidat, den viele Politbeobachter kaum auf dem Zettel hatten, ist jetzt der Favorit. Und alles blickt nun auf Michael Zeugin: Tritt der GLP-Kandidat noch einmal an? Wenn nicht, dürfte sich auch die GLP – wenn auch knurrend – für den grünen Kandidaten aussprechen und nicht für den SVP-Mann Daniel Oswald.

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