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Zwei Kandidaten für den digitalen Friedhof

Die City-Vereinigung Junge Altstadt will einen digitalen Marktplatz für kleine Läden einrichten, und die politische Stadt hat eine Quartier-App für das hyperurbane Neuhegi lanciert. Ein Erfolg der Projekte wäre eine Überraschung.

Es ist nicht gerade mutig, einem digitalen Projekt den Untergang vorauszusagen, ist es doch eine Favoritenwette: Das meiste Neue, das im Internet geboren wird, stirbt ebenda. Da kopiert die virtuelle die reale Welt: Es gibt eine gnadenlose Selektion, überleben können nur die Fittesten.

Nicht am digitalen Wandel teilzunehmen, ist aber keine Option. Der Druck auf Entscheidungsträger, im Internet mitzutun, ist gross. Also werden zuhauf digitale Projekte lanciert, ungeachtet der Erfolgschancen und oft mit fragwürdigen Prämissen. Später werden sie still wieder begraben, gerade in der Privatwirtschaft, während die Mitarbeitenden die Faust im Sack machen, sie hatten es ja kommen sehen.

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