Elgg

«Schellen Trumpf, Spiel frei»

Nun steht fest, wer die Gemeinde Elgg in der Sendung «Donnschtig-Jass» vom 19. Juli vertreten wird. Gemeindepräsident Christoph Ziegler und sein Vater machten das Qualifikationsturnier zur Familienangelegenheit.

Gemeindepräsident Christoph Ziegler (rotes Shirt) hat sich für den «Donnschtig-Jass» qualifiziert.

Gemeindepräsident Christoph Ziegler (rotes Shirt) hat sich für den «Donnschtig-Jass» qualifiziert. Bild: Madeleine Schoder

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Grosser Applaus, begleitet von lautem Gelächter, dringt durch das Werkgebäude in Elgg. ­Gemeindepräsident Christoph Ziegler lässt sich feiern. Soeben hat Andreas Balsiger vom Eid­genössischen Differenzler-Jass- Verband (EDJV) verkündet, dass sich Ziegler mit 82 Punkten den zweiten Platz am Qualifikationsturnier vom Donnerstagabend gesichert hat. Direkt hinter seinem Vater Thomas mit 73 Punkten. Damit stehen die beiden als Vertreter der Gemeinde Elgg in der Sendung «Donnschtig-Jass» vom 19. Juli fest.

«Ich habe mit einer App geübt, in der ich gegen drei Computer gespielt habe.»Christoph Ziegler

Qualifikationssieger Thomas Ziegler wird dort vom Telefon aus jassen. Sein Sohn ist als Tischspieler dabei. Begleitet werden die beiden von der besten Frau und dem besten Jugendlichen des Qualifikationsturniers wie auch von einem Ersatzspieler. «Ich habe früher schon viel gejasst», sagt Gemeindepräsident Ziegler. Den Spielmodus Differenzler habe er sich vor der Qualifikation aber erst einmal beibringen müssen. «Ich habe mit einer App geübt, in der ich gegen drei Computer gespielt habe», erklärt er.

Wer gut schätzt, gewinnt

Beim Differenzler müssen die Spieler vor jeder Runde die Punktzahl schätzen, die sie erzielen werden. Ein Schreiber notiert sich die Schätzungen und vergleicht sie am Ende der Runde mit den Ergebnissen. Die Person mit der geringsten Differenz gewinnt.

Am Elgger Qualifikationsturnier nahmen 48 Personen teil, die an 12 verschiedene Tische ­gelost wurden. Alle Teilnehmer spielten dann jeweils 4 Runden aus, bevor man ihnen einen neuen Tisch zuloste. Insgesamt gab es 16 Runden. Die Stimmung während des Jassens war grösstenteils sehr ruhig. Wenn ein Tisch in eine neue Runde startete, hörte man vom zuständigen Schreiber jeweils Worte wie: «Schellen Trumpf, Spiel frei.»

Das Turnier stand unter der Leitung von Andreas Balsiger vom EDJV. Er zeigte sich am Ende zufrieden mit den Elggern: «Danke für das disziplinierte ­Jassen. Vor allem die Schreiber haben einen Superjob gemacht, weshalb wir auch schon vor 10 Uhr fertig waren.»

«Schellen Trumpf, Spiel frei.»

Für die Organisation des Elgger Turniers waren unter anderem Erwin und Sonja Lutz verantwortlich. Sie sind dann auch in der SRF-Sendung vom 19. Juli dabei, die entweder in Zermatt oder in Saas-Fee stattfinden wird. «Ich habe auch einen ­Fanbus organisiert», sagt Sonja Lutz. Die mitgereisten Fans sollen ihre Jasser dort ordentlich anfeuern. Denn gewinnt die Gemeinde Elgg das Duell gegen Oberrieden, darf sie in der Folgesendung vom 26. Juli als Gast­geberin fungieren.

Bis zu 3000 Personen erwartet

Sollte dies gelingen, müsste Elgg mit einem beachtlichen Zuschauerandrang rechnen. Erfahrungsgemäss wird eine «Donnschtig-Jass»-Livesendung von jeweils 2500 bis 3000 Zuschauern vor Ort verfolgt. Die Fixkosten für diesen «riesigen Event mit Dorffestcharakter», wie ihn OK-Prä­sident Erwin Lutz bezeichnete, würde die Gemeinde Elgg übernehmen.

(Der Landbote)

Erstellt: 14.04.2018, 10:34 Uhr

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