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Schlamm im Weiher gefährdet Fische

Der Weiher neben der Badi verlandet zusehends. Gemeinderätin Silvia Weidmann will seine Sanierung und Revitalisierung als ihr letztes Geschäft noch in trockene Tücher bringen.

Der Weiher neben der Badi Neftenbach verlandet zusehends.
Der Weiher neben der Badi Neftenbach verlandet zusehends.
Marc Dahinden

Vögel pfeifen, Karpfen schwimmen, zwei Fussgängerinnen spazieren am Ufer: Der Badiweiher ist ein idyllisches Plätzchen zwischen Näfbach und Seuzachstrasse. Im Nordosten grenzt er an die Badi Neftenbach.

Isabella Wiesendanger, eine der beiden Spaziergängerinnen, ist überzeugt, dass hier im Weiher früher gebadet wurde und er deshalb Badiweiher heisst. Heute würde wohl kaum jemand auch nur eine Zehe in die trübe Brühe stecken. «Ich fände es gut, wenn er saniert würde», sagt Doris Keller, die zweite Spaziergängerin. Sie wohnt direkt neben dem Weiher. «Einmal hineinzuhüpfen, wäre dann vielleicht für mich eine Option», meint sie lachend.

Fische gefährdet

Die Gemeinde will den Badiweiher wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen. Einen Weiher zum Baden hat sie dabei aber nicht vor Augen. Im Vordergrund stehe die Sicherheit der ­Fische, sagt Gemeindeschreiber Hannes Friess. Rund 410 000 Franken sind für das Projekt veranschlagt, über das die Gemeindeversammlung am 6. Juni abstimmen wird.

«Im Sommer heizt sich der Weiher auf und fängt an zu stinken.»

Silvia Weidmann, Gemeinderätin

Seit 2003 spreche die Gemeinde davon, den Weiher dringend entschlammen zu müssen, sagt Gemeinderätin Silvia Weidmann. «Nach 15 Jahren ist es nun wirklich an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen.» Aufgrund der Verschlammung und des nicht mehr funktionierenden Ablaufs heize sich der Weiher auf und fange an zu stinken. «Das Wasser wird zu warm für die Fische.» Die Sanierung des Badiweihers wird das letzte Geschäft der SVP-Politikerin sein, die sich nach vier Jahren nicht mehr zur Wahl aufstellen liess.

Die hohen Kosten hätten die Sanierung des Weihers bisher verhindert, heisst es im Weisungsbüchlein. Die Entschlammung allein kostet samt Entsorgung gegen 200 000 Franken.

Neuer Schacht

Laut Konzept soll der Wasserspiegel provisorisch um 90 cm und danach dauerhaft um 40 cm abgesenkt und die grossen Fische vorgängig abgefischt werden. Der Schlamm wird unter Wasser abgetragen und entsorgt. Für den Aus- und Überlauf des Weihers ist ein neuer Schacht geplant. Der Uferbereich soll neu gestaltet werden. Bei Zustimmung durch die Gemeindeversammlung wird der Weiher in diesem Herbst für die Dauer von rund zwei Monaten saniert.

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