Fussball 2. Liga interregional

Seuzach muss Spiel in Weesen wiederholen

Seuzach muss sich die Punkte aus dem 4:0-Sieg gegen Weesen nochmals erkämpfen. Weil der Schiedsrichter bei einem indirekten Freistoss seinen Arm nicht gehoben hat, wird das Spiel wiederholt.

Der FC Seuzach (Bildmitte Caner Türkmen) muss nochmals in Weesen antreten.

Der FC Seuzach (Bildmitte Caner Türkmen) muss nochmals in Weesen antreten. Bild: Urs Kindhauser

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Eigentlich wars eine klare Sache: Der FC Seuzach gewann Ende August in Weesen gegen den Aufsteiger aus der 2. Liga souverän 4:0. Doch nun zeigt sich: Das Resultat zählt nicht. Das Spiel muss wiederholt werden.

Folgendes ist passiert: 16 Minuten waren gespielt und es stand schon 0:2, da kam der FC Weesen zu einem Freistoss vor dem Tor Seuzachs. Grund dafür war ein Reklamieren eines Seuzachers. Der Schiedsrichter teilte dem Freistossschützen mit, dass der Freistoss indirekt auszuführen sei. Der erste entscheidende Fehler: Der Schiedsrichter vergass, bei der Ausführung des indirekten Freistosses seinen Arm zu heben, was er hätte tun müssen. Der Ball flog direkt ins Tor. Der Referee gab den Treffer zunächst, annullierte ihn dann aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten und entschied auf Abstoss vom Seuzacher Tor. Das war der zweite entscheidende Fehler. Richtig wäre in diesem Fall gewesen, den indirekten Freistoss zu wiederholen.

«Wir nehmen 
diesen Entscheid sportlich und 
rekurrieren nicht.»
Andy Rohner, Sportchef FC Seuzach

Das merkten die Weesener. Sie hinterlegten noch vor dem Wiederanspiel einen Spielfeldprotest und bestätigten diesen nach dem Match fristgerecht. Die zuständige Amateur-Liga entschied nun, dass ein regeltechnischer Fehler des Schiedsrichters vorliege, ohne dass ein Verschulden eines der beiden Teams vorliege. Deshalb wird das Spiel wiederholt.

Wiederholung im November

«Wir nehmen diesen Entscheid sportlich und rekurrieren nicht», kommentierte Seuzachs Sportchef Andy Rohner die Situtation. Also wird der Match am Mittwoch, 6. November, wiederholt. Inzwischen sind Seuzach drei Punkte abgezogen worden, was bedeutet, das Team von Stéphane Lüthi geht am Samstag nicht als Leader, sondern als Tabellendritter ins Spiel gegen den Fünften Kreuzlingen.

Den Entscheid zu akzeptieren ist vernünftig von Seuzach. Denn die Fakten werden von niemandem bestritten und das Urteil ist die logische Folge davon. Dennoch hat die Sache einen Beigeschmack: Wer 0:4 verliert und trotzdem wegen eines nicht wiederholten indirekten Freistosses protestiert, der lotet zweifellos die Grenzen des Fairplays aus. Auch wenn er im Recht ist.

Erstellt: 19.09.2019, 16:53 Uhr

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