Winterthur

Sparen mit Biel und Schaffhausen

Wie jetzt bekannt wird, kooperiert Stadtwerk seit 2016 mit zwei Städten beim Materialeinkauf.

Stadtwerk Winterthur arbeitet seit drei Jahren mit Schaffhausen und Biel zusammen, davon verspricht sich Stadtwerk Einsparungen bei der Materialbeschaffhung.

Stadtwerk Winterthur arbeitet seit drei Jahren mit Schaffhausen und Biel zusammen, davon verspricht sich Stadtwerk Einsparungen bei der Materialbeschaffhung. Bild: Marc Dahinden

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Die Stadtwerke von Winterthur, Biel und Schaffhausen spannen seit drei Jahren zusammen. Unter dem Projektnamen Trio kaufen sie punktuell gemeinsam standardisiertes Material ein und erhoffen sich so Einsparungen. Auch die Ausschreibung dieser Beschaffungen erfolgt gemeinsam, was ebenfalls weniger kosten soll.

Über die Arbeitsgruppe, die Stadtwerk auf Anfrage gegenüber dem «Landboten» im Detail erläutert hat, war bisher nichts bekannt. Dies, obwohl sie seit 2016 besteht. Abgesegnet hat sie der Winterthurer Stadtrat letzten August.

50000 Franken Beratungskosten

Die Städte holten sich für die Kooperation zudem von der schweizerischen Unternehmensberatungsfirma Enerchange Unterstützung, dieser Auftrag wurde kürzlich öffentlich ausgeschrieben. Laut der Medienstelle von Stadtwerk Winterthur wird Enerchange «Themenfelder evaluieren, die für alle drei Stadtwerke von Nutzen sind». Zudem wird das Beratungsunternehmen Projekte zwischen den Stadtwerken begleiten und das Projektmanagement unterstützen.

Für diese Dienstleistungen zahlt jede der drei Städte maximal 50000 Franken pro Jahr an Enerchange. «Dieser Betrag ist ein Kostendach», heisst es bei Stadtwerk. «Ob dieses auch ausgeschöpft wird, hängt von Anzahl und Aufwand der Teilprojekte ab.» Die vereinbarte Gesamtsumme für die externen Projektdienstleistungen rund um das Projekt Trio für alle drei Stadtwerke zusammen beträgt maximal 600000 Franken in den kommenden vier Jahren – auf diese Zeitdauer ist der laufende Vertrag ausgelegt.

Als bereits gelungene Kooperation nennt Stadtwerk Winterthur die gemeinsame Beschaffung von Hausanschlusskästen für die Stromversorgung. Diese habe zu einer Einsparung «im tiefen fünfstelligen Zahlenbereich» geführt.

«Damit nicht alle die gleichen Fehler machen»

Geschäftsführer der von den Stadtwerken beauftragten Firma Enerchange ist der Ökonom Urs Lustenberger, der viele Jahre bei der Berner BKW in leitenden Funktionen tätig war. Für Stadtwerke seien Kooperationen wichtiger denn je, ist er überzeugt: «Es gibt in der Schweiz rund 700 Energieunternehmen, die oft mit gleichen Fragestellungen und Problemen konfrontiert sind», sagt Lustenberger. «Kooperationen sind effizient, so müssen nicht alle dieselben Fehler machen.» Beim Projekt Trio handelt es sich laut Lustenberger um eine unproblematische Zusammenarbeit: «Die Kooperation hat keinen Einfluss auf den Wettbewerb und dringt auch nicht in sensible Bereiche ein.»

Kooperationen sind bei Stadtwerken seit Jahren ein grosses Thema. So schliessen sich bei Swisspower, der strategischen Allianz von 22 Schweizer Stadtwerken, die Energieversorger für gemeinsame Innovationsprojekte zusammen – darunter auch Stadtwerk Winterthur. (Landbote)

Erstellt: 16.05.2019, 09:19 Uhr

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