Buch am Irchel

Steine des Anstosses in Buch am Irchel

Gleich zwei Sorten von Steinen sind an der Gemeindeversammlung Thema gewesen. Das Interesse der Bevölkerung war allerdings klein.

Im Hintergrund ist die neue Irchelhalle zu sehen, im Vordergrund der Vorplatz mit einer Abplatzung.

Im Hintergrund ist die neue Irchelhalle zu sehen, im Vordergrund der Vorplatz mit einer Abplatzung. Bild: Markus Brupbacher

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Es roch nach frisch verbautem Holz am Freitagabend. In der nigelnagelneuen Irchelhalle in Buch am Irchel fand die erste Gemeindeversammlung statt. Als «hammermässig» bezeichnete Gemeindepräsident Hansruedi Mosch die neue Halle. Gekommen waren trotzdem nur 26 Stimmberechtigte.

Noch sind nicht alle Bauabrechnungen erstellt. Doch laut Mosch ist man nach wie vor auf Kurs, die Kosten könnten grosso modo eingehalten werden.

Vorplatz schon mit Schäden

Es gebe aber noch «gewisse Probleme». Eines ist die Innenbeleuchtung, die zu schwach und daher noch korrigiert werden muss. Das andere Problem liegt vor der Halle auf dem Vorplatz, der mit betonartigen Steinen belegt ist. Da sei leider ein Fehler gemacht worden, sagte Mosch. So ist es dort, wo der Verkehr über den Belag rollt, zu Abplatzungen gekommen. Es haben sich also Stücke aus den Steinen gelöst. Man wartet nun den Frühling ab, um zu entscheiden, ob allenfalls der ganze Platz neu verlegt werden muss – «zulasten des Unternehmens, klar».

Auch um Steine ging es bei einer weiteren Information des Gemeinderates nach dem offiziellen Teil der Gemeindeversammlung. Im Jahr 2020 soll die Hauptstrasse in Buch am Irchel saniert werden. Weil sie dem Kanton gehört, wird die Gemeinde kaum etwas zahlen müssen. Im Zuge der Sanierung wird auch die Postautohaltestelle Unterbuch «stark verändert», wie Mosch sagte. Damit sollen gehbehinderte Passagiere ebenerdig ins Postauto ein- und aussteigen können. «Das ist eine relativ aufwendige Sache, das zu bauen.» So ist neu eine Haltekante von 22 Zentimetern nötig. Die dafür verwendeten, speziellen Steine kosten laut Mosch das Dreifache normaler Randsteine. Und es gebe nur einen einzigen Hersteller solcher Steine – in Zürich. «Böse, wer Böses dabei denkt.»

Altersheim steht vor Umbau

Umgebaut werden soll auch das Alterswohnheim Flaachtal – in wörtlicher und übertragener Bedeutung. Das Pflegeheim gibt es seit 40 Jahren, getragen wird es von den fünf Flaachtaler Gemeinden Berg und Buch am Irchel, Dorf, Flaach und Volken sowie von Henggart. Fenster, Küche, Heizung oder Kühlzelle: Das Haus habe einen «dringenden Sanierungsbedarf», sagte Gemeinderat Sven Stüssi. Eine Pinselrenovation genüge nicht mehr. Auch hätten die Zimmer keine eigenen Badezimmer. Ob das Heim saniert, umgebaut oder sogar neu gebaut wird, ist momentan noch offen. Zuerst soll die künftige Rechtsform geklärt werden. Der heutige Zweckverband ist laut Stüssi im Pflegebereich «nicht mehr erfolgversprechend». Derzeit streben die Trägergemeinden eine Aktiengesellschaft (AG) an, entschieden ist allerdings noch nichts. Damit sollen etwa im operativen Bereich raschere Entscheide ermöglicht werden – auch wegen der zunehmenden privaten Konkurrenz im Pflegesektor. Zuerst gilt es aber, unter den sechs Gemeinden einen Konsens zu finden. Für nächsten Sommer sind dann Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung geplant. Die Urnenabstimmung ist für den 1. September 2019 vorgesehen.

Die eigentlichen Geschäfte der Gemeindeversammlung – das Budget 2019 und die Abrechnung der Sanierung der Kreuzung Wiler – sind diskussionslos und ohne Gegenstimmen genehmigt worden. Dank der Schulgemeinde Flaachtal sinkt der Gesamtsteuerfuss von Buch um drei Prozentpunkte. (Der Landbote)

Erstellt: 01.12.2018, 11:32 Uhr

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