Turbenthal

Über 200 Reiterinnen und Reiter an die Dressurtage gepilgert

Drei Tage lang standen in der Tösstaler Gemeinde die Pferde im Mittelpunkt.

Elisabeth Skorna aus Zürich kam mit Finvarius auf die Pferdesportanlage in Turbenthal.

Elisabeth Skorna aus Zürich kam mit Finvarius auf die Pferdesportanlage in Turbenthal. Bild: Nathalie Guinand

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Am Freitagmorgen war es in Turbenthal noch ziemlich ruhig; wer durch die Gemeinde spazierte, merkte nicht sofort, dass in den nächsten Tagen 200 Reiterinnen und Reiter aus der ganzen Schweiz mit ihren Pferden zu Besuch sein würden. Erst wer kurz vor der Pferdesportanlage Gmeinwerch abbog, bekam einen Vorgeschmack. Auf dem Parkplatz standen zahlreiche Autos mit Pferdeanhänger, über Lautsprecher ertönte eine Stimme, die einzelne Namen vorlas, und in der Festwirtschaft wurden erste Kaffees verkauft.

Um halb zehn fiel der Startschuss für die dreitägigen Dressurtage, durchgeführt vom Reitverein Tösstal. Es war sehr kalt und regnete teilweise heftig. Dennoch absolvierten die Turnierteilnehmer konzentriert ihre Prüfungen. Die erste, bei der knapp 30 Reiterinnen und Reiter im Einsatz waren, trug den Namen «M 22/60» – für Laien eine kryptische Bezeichnung. OK-Präsidentin Conny Ruppli erklärt: Das «M» steht für den mittleren Schwierigkeitsgrad, die erste Zahl ist die Prüfungsnummer, und die zweite Zahl bedeutet, dass das Viereck, in dem sich Reiter und Pferd befinden, 60 Meter lang ist. «Auch wenn diese Prüfung nur mittelschwer ist, müssen die Reiter einiges draufhaben, um hier teilzunehmen», sgt Ruppli. Auch die Pferde müssen gut ausgebildet sein. Rund vier Minuten sind die einzelnen Reiter in diesem Viereck, bevor sie dem nächsten Platz machen und in die Wärme zurückkehren. «Heute war er irgendwie etwas streng», sagt eine der Reiterinnen zu ihrem Bekannten und zeigt auf das Pferd. Dieser versteckt seine Hände tief in der Jackentasche, zieht den Reissverschluss ganz zu und antwortet: «Liegt vielleicht am Wetter.»

Von der Basis bis zu Spitze

Die Dressurtage in Turbenthal finden laut Ruppli schon «sehr, sehr lange» statt, im aktuellen Format aber erst seit 2011. Die Bandbreite der Kategorien ist sehr gross, «von der Basis bis zur Spitze können hier alle teilnehmen», so die Präsidentin. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Schweiz angereist. «Vorher habe ich eine Gruppe mit sieben oder acht Pferden aus dem Bernbiet gesehen.» In der Kategorie GA (Grundausbildung) hat es vor allem Reiter aus der Region, sie nutzen den kurzen Anfahrtsweg, um Erfahrungen zu sammeln.

Um ein solches Turnier zu stemmen, braucht es viele Freiwillige. «Wir haben 120 Helfer, die über die drei Tage im Einsatz sind», sagt die OK-Präsidentin. Viele aus dem eigenen Verein, aber auch ein paar externe. «Man hilft sich gegenseitig an solchen Anlässen.» Dass der Verein den Anlass durchführe, habe Tradition und solle deshalb auch weiterhin Bestand haben. «Wir möchten unsere schöne Anlage gern für Turniere zur Verfügung stellen», sagt Ruppli. Im Sommer findet jeweils noch ein Springturnier statt.

Gerade bereitet sich die nächste Reiterin auf ihre Prüfung vor, und die Speakerin liest die Wertungen der vorherigen vor. Gegen Mittag war die erste Kategorie beendet, über die nächsten Tage verteilt wurden noch neun weitere ausgetragen.

(Der Landbote)

Erstellt: 05.05.2019, 17:04 Uhr

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