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Viele ehemalige Heimkinder sichteten ihre Akten

Auch in Winterthur waren zahlreiche Personen von Zwangsmassnahmen betroffen. Um eine Entschädigung zu erhalten, mussten sie sich ihrer Geschichte erneut stellen.

Eine Studie der ZHAW hat die Geschichte aufgearbeitet: Blick auf das Kinder- und Jugendheim in ­Oberwinterthur (Archivaufnahme aus dem Jahr 1972).
Eine Studie der ZHAW hat die Geschichte aufgearbeitet: Blick auf das Kinder- und Jugendheim in ­Oberwinterthur (Archivaufnahme aus dem Jahr 1972).
Winterthurer Bibliotheken

Am Anfang waren es Medien­berichte, Opfer erzählten von erlittenem Unrecht in Winterthurer Kinderheimen. 2013 gab der Stadtrat die Aufarbeitung der Heimgeschichte bei der ZHAW in Auftrag, letzten Dezember legte diese das Buch «Zusammen alleine» vor – eine Untersuchung der Zustände in städtischen Heimen von 1950 bis 1990.Betroffene berichteten von übermässiger Strenge, körperlicher Züchtigung oder sexuellem Missbrauch. Andere hatten vor allem Positives zu erzählen. Wer damals Opfer einer Zwangsmassnahme wurde, konnte bis Ende März den Bund um eine Wiedergutmachung von 25 000 Franken ersuchen. Dazu braucht es Akten über die eigene Heimgeschichte, Ansprechpartnerin ist Stadtarchivarin Marlis Betschart.

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