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Dem Weiher geht das Wasser aus

Der Mülibach kann Pfungens Naturschutzweiher nicht mit genug Wasser versorgen. Dieser verlandet zusehends. Das Aufwertungsprojekt der Fachstelle Naturschutz soll helfen.

Ein Paradies für Schwäne, Frösche – und Neophyten. Der Cholschwärziweiher von Westen aus gesehen. Die Bagger sind im trockenen Ostteil.
Ein Paradies für Schwäne, Frösche – und Neophyten. Der Cholschwärziweiher von Westen aus gesehen. Die Bagger sind im trockenen Ostteil.
Nathalie Guinand

Inmitten grüner Wiesen, hinter Bäumen versteckt, liegt der Cholschwärziweiher. Es handelt sich um ein idyllisches Fleckchen Natur, das 1991 unter Schutz gestellt wurde. Doch dem Weiher, der inzwischen eher ein Tümpel ist, geht zusehends das Wasser aus. Die Wassermenge, die ihm der Mülibach zuführt, ist zu klein. Das Gelände verlandet zusehends. Inzwischen ist nur noch eine kleine Restwasserfläche vorhanden. Die übrige Fläche ist verbuscht oder mit Schilf und invasiven, gebietsfremden Pflanzenarten, sogenannten Neophyten, bedeckt.

Bagger am Werk

Eine unbefriedigende Situation, wie man nicht nur in Pfungen findet. Auch die Fachstelle Naturschutz erkennt hier einen Missstand und will diesen im Zuge der schon lange geplanten Umgestaltung und Aufwertung des Cholschwärziweihers beheben.

In einer Baustelleninfo am Ufer erklärt die Fachstelle, dass der Weiher seit einigen Jahren durch das Gewässerschutzgesetz nur noch mit einer festgelegten Menge Wasser aus dem Mülibach gespeist wird. «Die reduzierte Speisung kann die Original-Wassermenge des Cholschwärziweihers aber nicht erhalten.» Auch trage der kiesige, durchlässige Untergrund zur Verlandung bei.

Im Zuge der Aufwertung soll der trockene Ostteil des Weihers nun stark umgestaltet werden. Die Bagger sind bereits am Werk. Sie entfernen Gehölz, nehmen Bodenverschiebungen in Angriff, passen das Gelände an und tragen Materialien und Neophyten ab. Die Restwassermenge im Westteil des Weihers soll erhalten bleiben.

Ehemaliger Speicherweiher

Als der Weiher noch über den Fabrikkanal der Eskimo Textil AG mit Wasser aus der Töss gespeist wurde und zu einer Wasserkraftanlage gehörte, stand sein Wasserpegel viel höher. Vor acht Jahren wurde die Wasserkraftanlage, die Wasser bei Tössfeld aus der Töss ableitete, im Weiher aufstaute und via Rietlibach in die Töss zurückführte, dann an die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich verkauft. Die Zuleitung des Blumenweihers, wie er im Volksmund genannt wird, zur Töss wurde aufgehoben. Seither bringt ihm der Mülibach das Wasser. Inzwischen geht dieses dem Weiher, in dem früher auch Fische gezüchtet wurden, aber aus. Im naturgeschützten Lebensraum tummeln sich heute viele Organismen. Frösche und Neophyten fühlen sich im flachen Tümpel besonders wohl.

Projekt wird vorgestellt

Wie genau der Cholschwärziweiher in Zukunft aussehen soll, war gestern noch nicht im Detail in Erfahrung zu bringen. Jacqueline Stalder von der Fachstelle Naturschutz, die das Dossier betreut, war gestern für eine Stellungnahme unabkömmlich. Sie werde das Projekt aber gerne nächstens genauer erläutern, liess die Fachfrau auf Anfrage ausrichten.

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