Zum Hauptinhalt springen

Wenn es Streit gibt in der Asylunterkunft

Was unternimmt die Stadt, wenn in ihren Asylheimen christliche Flüchtlinge bedroht werden, fragte die CVP. Die Stadtpolizei sei vorbereitet heisst es. Zwei konkrete Vorfälle werden jetzt bekannt.

Die Stadtpolizei Winterthur ist nach eigenen Angaben vorbereitet auf Konfliktsituationen in Asylunterkünften.
Die Stadtpolizei Winterthur ist nach eigenen Angaben vorbereitet auf Konfliktsituationen in Asylunterkünften.
Keystone

Laut der gestern publizierten Antwort auf einen CVP-Vorstoss im Gemeinderat sind der Stadtpolizei zwei Vorfälle bekannt, die sich «einem ethnischen oder religiösen Kontext zuordnen lassen». Im einen Fall kam es in einer Asylunterkunft zu einem Konflikt zwischen zwei syrischen Familien: «Die arabische wollte nicht mehr mit der kurdischen Familie unter einem Dach wohnen und drohte deshalb mit Auszug», so der Stadtrat. Die Stadtpolizei erhöhte in der Folge präventiv ihre Alarmbereitschaft, doch sei es den Mitarbeitenden der Abteilung Asyl gelungen, den Konflikt vor der Eskalation «niederschwellig» zu lösen. Im anderen Fall versuchte offenbar eine muslimische Frau, sich Zutritt zur Kirche Rosenberg zu verschaffen, die als Asylunterkunft dient. Die Frau erklärte den dort wohnenden Flüchtlingen auf türkisch, es sei für Muslime gefährlich, in einer Kirche zu wohnen, weil dadurch die Kinder zu Christen würden. Stadtpolizisten kontrollierten darauf hin die Frau und wiesen sie an, solche Aktionen zu unterlassen. Seither sei keine derartige Meldung mehr bei der Polizei eingegangen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.