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Wenn Fussballer und Stadträte das Nachtessen servieren

Am ganzen Wochenende war viel Volk unterwegs in den Altstadtgassen. Auch Stadtpolizei und Rettungsdienst patrouillierten fleissig. Neben Schlägereien und Diebstählen beschäftigte die Polizei auch eine Haarattacke.

An den drei Festtage zogen rund 100'000 Besucher durch die Winterthurer Altstadt und...
An den drei Festtage zogen rund 100'000 Besucher durch die Winterthurer Altstadt und...
Heinz Diener
...feierten das 46. Albanifest, das seinen Namen vom Winterthurer Stadtpatron Albanus hat, der im Jahre 286 während der Christenverfolgung hingerichtet wurde.
...feierten das 46. Albanifest, das seinen Namen vom Winterthurer Stadtpatron Albanus hat, der im Jahre 286 während der Christenverfolgung hingerichtet wurde.
Heinz Diener
Zusammensitzen und zusammen feiern, das wurde am Albanifest 2017 ausgiebig genossen!
Zusammensitzen und zusammen feiern, das wurde am Albanifest 2017 ausgiebig genossen!
Heinz Diener
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Am Albanifest ist alles ein bisschen anders. Nicht professionelles Servierpersonal, sondern junge Fussballer oder sogar Stadträte bringen einem Fleischspiesse oder Pizzas mehr oder weniger ungelenk an den Tisch. Doch genau das macht den Charme des Albanifestes aus. 80 Vereine mit 3500 Helferinnen waren in den letzten Tagen im Einsatz, um ihre Kassen zu füllen. Rund 800 000 Franken Gewinn machten die Vereine jeweils, weiss Albanifest-Komitee-Präsident Daniel Frei. In diesem Jahr habe er viele positive Rückmeldungen von den Vereinen erhalten. «Es lief gut.»

Zu den beliebtesten Bahnen gehörte auch in diesem Jahr das Riesenrad, erstmals mit neuer Beleuchtung. Am Neumarkt stauten sich die Leute schon früh am Abend, weil die Anstehenden Platz brauchten. Und auch bei der Neuheit, dem in drei Richtungen rotierenden «Burner», herrschte laut Frei grosser Andrang.

Augenfällig waren die uniformierten Patrouillen der Stadtpolizei und die mobilen Teams des Rettungsdienstes, die ständig auf dem Festgelände unterwegs waren. Sie hatten alle Hände voll zu tun. In den beiden Nächten gab es laut der Stadtpolizei rund ein Dutzend Meldungen über tätliche Auseinandersetzungen und Streitereien. Zudem ereigneten sich drei Sachbeschädigungen sowie Dutzende Diebstähle.

Rund 100 Personen behandelt

Der Sanitätsdienst behandelte gegen hundert Patienten. Es handelte sich aber meist um kleine Blessuren. Es kam zu einigen Stürzen, meist wegen übermässigen Alkoholkonsums oder Schlägereien. Zudem gab es Schnittwunden zu verarzten wegen schlechten Schuhwerks. 15 Patienten mussten für eine weiterführende Behandlung ins Kantonsspital gebracht werden.

Ein negatives Vorkommnis ereignete sich zudem am Freitagabend um etwa 19.30 Uhr. Ein zehnjähriges Mädchen aus Winterthur stellte sich bei einer Bahn an der Stadthausstrasse in die Schlange. Ein Mann mittleren Alters bat sie vor sich. Kaum stand sie vor ihm, zückte der Mann einen scharfen Gegenstand und schnitt dem Mädchen ein Viertel seiner über die Schultern hängenden Haarpracht ab. Am Samstagmorgen erstattete die Mutter Anzeige bei der Stadtpolizei wegen Körperverletzung. Der Mann konnte jedoch laut Tatjana Schwarz von der Stadtpolizei nicht gefunden werden.

Ein Übergangsjahr bricht an

Frei betont, dass das Fest ansonsten sehr friedlich verlaufen sei. «Ich bin sehr stolz auf das zehn-köpfige Organisationsteam, das mit grossem Aufwand das Fest möglich gemacht hat.» Frei musste jedoch vier Rücktritte langjähriger Mitglieder aus dem Komitee hinnehmen. «Auf uns wartet nun ein Übergangsjahr, das eine besondere Herausforderung darstellt.»

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