Wolfensberg

Wie der Hot Dog in die Badi kam

Pünktlich zur Saisoneröffnung hat ein Sprayer das Freibad mit Graffitis verschönert. Mit dafür verantwortlich war ein«Landbote»-Artikel.

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In einem Interview im «Landboten» forderte der Graffiti-Experte der Stadtpolizei, Stefan Wagner, Eigentümer auf, Flächen für Graffitis zur Verfügung zu stellen, denn legale Graffitis seien eine tolle Sache.Diesen Artikel las auch Sigi Taormina, die mit ihrem Mann Matteo das Schwimmbad Wolfensberg führt. «Ich fühlte mich gleich angesprochen. Da wir in drei Jahren den Kiosk abbrechen werden, kam mir die Idee, die Flächen bis dahin mit Graffitis verschönern zu lassen», sagt Sigi Taormina. Sie meldete sich bei Stefan Wagner und dieser vermittelte ihr die Angaben von Mauro Masciovecchio. Der 38-jährige betreibt Sprayen als Hobby. Die Anfrage habe ihn sehr gefreut: «Es ist eine Ehre, dass ich in einem der schönsten Schwimmbäder zur Verschönerung beitragen durfte», sagt er. Er habe bei der Gestaltung weitgehend freie Hand gehabt. «Ich habe zwar ein paar Vorschläge bekommen, etwa dass das Wolfi-Logo irgendwo vorkommen sollte. Ich konnte die Ideen aber nach meinen Vorstellungen anpassen.»

Junge Beobachter

Knapp vier Tage, verteilt auf zwei Wochenenden, hat es gedauert, bis das Kunstwerk fertig war. Dabei wurde Masciovecchio meist von einer Gruppe Kinder beobachtet. «Die jungen Besucher waren fasziniert, es war für sie ein besonderes Erlebnis», sagt Taormina. Auch die ersten Reaktionen der Badbesucher seit der Saisoneröffnung am ersten Mai seien durchwegs positiv gewesen.

Reich wurde Masciovecchio mit den Graffiti nicht. «Man hat mir das Material bezahlt und ich erhielt einen kleinen Zustupf.» Doch er ist zufrieden. «Ich spraye seit 24 Jahren hobbymässig, es war nie mein Ziel, vom Sprayen leben zu können.»

In Winterthur finden sich noch weitere Werke Masciovecchios. Manchem dürfte bei einer Zugfahrt Richtung Zürich der Winterthur-Schriftzug beim Bahnmeisterweg schon aufgefallen sein. Dieser stammt auch aus seiner Dose. Zudem hat Masciovecchio auch schon ein Albanifest-Plakat gestaltet. (Der Landbote)

Erstellt: 07.05.2018, 17:14 Uhr

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