Geschichte

Wie die Sola-Stafette ihren Namen erhielt

Bald findet in Winterthur zum ersten Mal eine sola-Stafette statt. Ihr Name geht auf eine schwedische Legende zurück.

Die «Sola i Karlstad» war von derartig strahlender Schönheit, dass sie in Schweden bis heute bekannt ist.

Die «Sola i Karlstad» war von derartig strahlender Schönheit, dass sie in Schweden bis heute bekannt ist. Bild: pd

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Hat der Name Sola irgend­etwas mit Solidarität zu tun? Oder kommt der Begriff von den Pfadfindern, vielleicht eine Abkürzung für Sommerlagerlauf ? Sogar Leute, die schon mehrmals an der traditionellen Zürcher Sola-Stafette teilgenommen haben, wissen nicht, was deren Name eigentlich bedeutet.

Am Samstag in zehn Tagen findet erstmals die Winti-Sola statt (siehe Artikel vom Samstag), der Winterthurer Ableger des bekannten Grossanlasses in Zürich. Höchste Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen.

Am Anfang der Geschichte steht eine schöne Frau Auskunft weiss Thomas Mörgeli vom Akademischen Sportverband Zürich (ASVZ), der die Sola in Zürich seit 25 Jahren mitorganisiert. Wie so viele märchenhafte Geschichten dreht sich auch diese um eine Frau von strahlender Schönheit: Eva Lisa Holtz, geboren 1770 in Schweden. Aus armer Familie, musste das Mädchen bereits früh als Kellnerin im Wirtshaus arbeiten.

Ihre Schönheit lockte viele Kunden an, auch solche, die mehr als nur ein Lächeln erheischen wollten. So musste Eva Lisa Holtz immer wieder von einem Wirtshaus zum nächsten fliehen.

Die Original-Sola-Stafette startete 1967 Schliesslich, so ist es überliefert, kaufte sich die blonde Schöne im Jahr 1812 in Karlstad einen Gasthof und wurde als «Sola i Karlstad» (schwedisch: Sonne von Karlstad) berühmt. Als Studenten 1967 den ersten Stafettenlauf dieser Art zwischen Götebrog und Karlstad organisierten, wählten sie die Berühmtheit als Namensgeberin.

1972 nahm ein Zürcher Team an der Original-Sola-Stafette in Schweden teil und war davon so begeistert, dass es den Lauf samt Namen in die Schweiz importierte, wo 1974 das erste Rennen stattfand.

Der Ableger in Zürich hat übrigens das Original in Schweden überdauert. Die dortige Sola-Stafette fand 1998 zum letzten Mal statt, die Organisation sei zu aufwendig geworden, steht im Internet. Die «Sola» strahlt aber immer noch in Karlstad – als Statue an der Uferpromenade. (Der Landbote)

Erstellt: 12.09.2016, 17:21 Uhr

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