Winterthur

Wie teuer wird das Töss-Projekt?

Abwasser aus dem Tösstal soll neu unter dem Eschenberg fliessen. Wie teuer das für die Stadt wird, weiss der Kanton noch nicht.

Die Stadt Winterthur beteiligt sich finanziell am Projekt, wie hoch der Betrag sein wird, ist jedoch noch unklar.

Die Stadt Winterthur beteiligt sich finanziell am Projekt, wie hoch der Betrag sein wird, ist jedoch noch unklar. Bild: Enzo Lopardo

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Die Region Winterthur hat einen bedeutenden Standortvorteil: erstklassiges Trinkwasser aus dem Grundwasserstrom der Töss. Diese Wasserqualität soll langfristig gesichert werden, deshalb planen Gemeinden und der Kanton seit Jahren das Grossprojekt «Abwasserfreie obere Töss».

Nun ist man einen Schritt weiter. In den nächsten Jahren sollen verschiedene Bauvorhaben dafür sorgen, dass das gereinigte Abwasser aus Tösstaler Gemeinden künftig nicht mehr in die Töss fliesst und so den Grundwasserstrom potenziell verun­reinigen könnte. Vielmehr soll das Abwasser über separate Leitungen fliessen und am Ende des Tösstals gar durch einen Stollen unter dem Eschenberg hindurch direkt der Kläranlage Hard in Wülflingen zugeführt werden.

Dann braucht es die Abwasseranlagen in Weisslingen und Bauma nicht mehr – sie werden stillgelegt. Das ganze Projekt soll 2035 beendet werden.

Bereits Anfang 2019 wird es zu mehreren Volksabstimmungen in den beteiligten Gemeinden und auch in der Stadt Winterthur kommen.

Elf Millionen für den Stollen

Die Gesamtkosten schätzt der Kanton derzeit auf 90 Millionen Franken. Und obwohl in mehreren Monaten die Volksabstimmungen geplant sind, ist derzeit noch völlig offen, wer wie viel zahlen muss. Klar ist nur: Die Stadt Winterthur übernimmt elf Millionen für den Eschenberg-Stollen. Wie dieser genau aus­sehen wird, ist aber ebenfalls noch nicht entschieden.

Die Stadt Winterthur wird aber auch für die zahlreichen Erweiterungs- und Neubauten im Tösstal mitzahlen – ob der Millionenbeitrag einstellig oder zweistellig wird, ist unklar. Natürlich zahlen auch die kleinen Gemeinden und der Kanton.

Eine Anstalt für Abwasser

Für das Projekt gründen Winterthur und die Gemeinden Fischenthal, Bauma, Wila, Turbenthal, Zell und Weisslingen eine sogenannte Anstalt. Laut Andrew Faeh, Leiter des kantonalen ­Gewässerschutzes, bietet eine Anstalt als Rechtsform vor allem einen Vorteil: Die Gemeinden sind deutlich flexibler.

«So muss der Stimmbürger nicht bei jeder Sachfrage zur Abwasserbehandlung angefragt werden, entscheidet aber bei den für ihn entscheidenden finanziell-politischen Fragen», sagt Faeh. Dies bedeute aber nicht, dass das Projekt dereinst teurer ausfallen werde als geplant: Die 90 Millionen sind laut Faeh «grosszügig berechnet». (Der Landbote)

Erstellt: 07.04.2018, 11:39 Uhr

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