Winterthur

ZHAW-Einzug in die «Lok­stadt» ist noch unsicher

Im neuen Stadtteil «Lokstadt» auf dem ­Sulzer­-Areal sollte die ZHAW wichtigste Nutzerin werden. Weil die Zusage des Kantons ausbleibt, sucht die Bauherrin nun aber andere Interessenten.

Die ZHAW-Nutzungen in der «Lokstadt» laut Kantonsratsbeschluss und Abstimmungszeitung.

Die ZHAW-Nutzungen in der «Lokstadt» laut Kantonsratsbeschluss und Abstimmungszeitung. Bild: Implenia/red

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Dass das Winterthurer Stimmvolk im März 2015 den Gestaltungsplan zum «Werk 1» annahm, war auch ein Bekenntnis zum Bildungsstandort. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) plante nämlich, rund einen Drittel der Geschossflächen auf dem Sulzer-Areal zu belegen, wie es vor der Abstimmung hiess.

Die Realisierung des Vorhabens ist heute allerdings unsicher; die politische Entscheidung wurde noch nicht gefällt. Aktuell lässt der Zürcher Regierungsrat eine Immobilienstrategie für die Winterthurer Hochschule und für die Sekundarstufe II (Berufs- und Mittelschulen) ausarbeiten. Diese soll laut der kantonalen Bildungsdirektion in den nächsten Wochen publiziert werden und auch die Fest­legung enthalten, welche Rolle man dem mittlerweile in «Lokstadt» umbenannten Areal beimisst.

Keine Bestellung erhalten

Bis dahin gelte weiterhin der Plan, auf dem Sulzer-Areal den neuen Hauptstandort mit Rektorat, Departement Linguistik, Mensa und anderem zu bauen.Der ausführenden Baufirma Implenia dauert das offenbar zu lange. Laut einem Unternehmenssprecher hat der Kanton Zürich bislang keine «Bestellung» zur Realisierung eines Standorts der ZHAW getätigt. «Implenia hat deshalb angefangen, alternative Nutzungen zu prüfen.» Welche Arten der Nutzung in Frage kommen, lässt man offen. Der vom Volk genehmigte Gestaltungsplan legt allerdings fest, dass total höchstens 64 Prozent der Fläche als Wohnfläche genutzt werden können.

Einst sprach man von Zeitdruck

Winterthurs Baustadtrat Josef Lisibach (SVP) verweist in der Sache auf die kantonalen Behörden. In der Abstimmungszeitung hiess es noch, die ZHAW sei unter Zeitdruck: Man wolle «baldmöglichst mit der Planung beginnen», weshalb Verzögerungen bei einem Nein «problematisch für die ZHAW» wären. (jig/gu)

Erstellt: 25.09.2017, 18:37 Uhr

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