Pfadi Winterthur

Zum vierten Mal ohne Sieg in Aarau

Pfadi Winterthur bezog in der Schachenhalle die zweite Meisterschafts-Niederlage: Das 23:28 (12:13) war der erste Heimsieg des HSC Suhr-Aarau.

Marvin Lier erzielte eines der schönsten Tore des Abends, verschoss aber auch zwei Siebenmeter.

Marvin Lier erzielte eines der schönsten Tore des Abends, verschoss aber auch zwei Siebenmeter. Bild: Deuring Photography

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Pfadi erzielte die beiden schönsten Treffer des Abends, die Fliegertore von Yannick Ott in der 50. und Marvin Lier in der 57. Minute. Doch auch die schönsten Treffer zählen nur einfach - und deshalb stand am Ende von langen 60 Spielminuten (der Match dauerte 110 Minuten) eine Niederlage. Letzte Woche noch hatten die Pfader in Winterthur einen Dreitore-Rückstand zu einem unerwarteten Sieg drehen können. Gestern gelang das nicht mehr.Die letzte Chance, dem Spiel doch noch einen andern Ausgang zu geben, hatte Marvin Lier gut fünf Minuten vor Ende. Er trat zum Siebenmeter gegen Dragan Marjanac’ Vertreter Dario Ferrante an. Ferrante parierte, es war der vierte Penalty, den Pfadi gestern nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnte. Lier und Jud scheiterten je zweimal.

Und damit ist schon einmal ein Hauptgrund für die zweite Meisterschafst-Niederlage nach jener zum Start in Thun genannt. In der Schachenhalle tun sich die Pfader zuletzt schwer: Sie haben nun viermal in Folge dort nicht gewinnen können.

Kleine Erlösung für Suhr

Für den HSC kam der Erfolg einer kleinen Erlösung gleich. Immerhin hatte er seine beiden ersten Heimspiele gegen Kriens und den BSV Bern verloren. Diesen ersten Erfolg vor eigenem Publikum wollte die Mannschaft unbedingt. So spielte sie denn auch. Sie nützte alles, was erlaubt war, optimal aus. Sie griff extrem lange an, sie packte extrem hart zu. In gewissen Szenen zu hart. Martin Dangers musste schon nach vier Minuten das erste Mal gepflegt werden. Zum Shakehands am Ende trat er mit einem Verband an, nachdem er nach 52 Minuten nochmals einen Kopftreffer kassiert hatte.

Die Pfader hatten im Abschluss vor allem mit einem Mann Mühe. Dragan Marjanac im Tor hielt so viele freie Würfe, dass es fast unmöglich war, zu verlieren. Der Serbe war der beste Goalie auf dem Feld.

Suhrer durften hart zupacken

Auch wenn Simon Schelling ab der 22. Minute mithalf, den Rücktand von 7:10 zu einem 11:11 zu korrigieren, auch wenn Schulz gut begonnen hatte. Er trug dazu bei, dass Pfadi nach sechs Minuten erst einen Gegentreffer kassiert, aber schon drei Goals geschossen hatte. Dann aber kam der Bruch mit nur einem Tor in den zehn Minuten.

Wie hart die Suhrer in dieser Phase zupacken durften, ärgerte Pfadis Trainer Adi Brüngger. «Ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn wir mit gleicher Münze zurückgezahlt hätten», sagte er. Da durfte das Heimteam Gegenspieler mehr als einmal einfach umrennen. Was eigentlich Stürmerfoul gewesen wäre, wurde mehr als einmal zu einem Tor der Suhrer.

Die Dynamik fehlte

Den Match gaben die Winterthurer aber nicht in dieser Phase aus der Hand, sondern gleich nach der Pause. Bis auf einen Treffer hatten sie sich herangekämpft, die sechs ersten Angriffe nach dem Unterbruch brachten nur einen Treffer ein. Der HSC Suhr aber setzte sich in diesen sechs Minuten auf 17:13 ab. Danch blieb vieles Stückwerk, und zu viele Bälle fanden den Weg nicht ins Tor.

Die Pfader waren in dieser Saison auch schon spritziger aufgetreten, es fehlte in der Offensive etwas die Dynamik und in der Verteidigung mit drei Positionen, die neu besetzt waren, zwischendurch die Abstimmung. Kevin Jud und Roman Sidorowicz hatten nicht den gewohnten positiven Einfluss aufs Spiel, so ganz ohne Linkshänder wars gestern zu schwer. «Doch der wichtigste Match dieser Woche findet am Sonntag statt», sagte Brüngger. Mit zwei Toren Rückstand geht Pfadi dann ins EHF-Cup-Rückspiel gegen Aalborg.

Erstellt: 11.10.2018, 23:09 Uhr

Telegramm

HSC Suhr - Pfadi Winterthur 28:23 (13:12)
Schachenhalle. – 1227 Zuschauer. – SR Castineiras/Zwahlen. – Torfolge: 0:2, 1:3, 4:3, 4:4, 6:4: 6:5, 8:5, 9:6, 10:7, 11:8, 11:11, 13:11, 13:12; 16:12, 16:13, 17:13, 17:14, 19:15, 20:15, 20:17, 22:19, 22:20, 24:20, 24:21, 25:22, 25:23, 28:23. – Strafen: 8×2 gegen HSC, 5×2 gegen Pfadi. – Suhr: Marjanac (für 2 Minuten Ferrante); Müller, Reichmuth (3), Isailovic (5), Prachar, Skvaril (9/4), Aufdenblatten (5), Laube, Rohr (1), Poloz (3), Strebel, Slaninka (2). – Pfadi: Schulz (22. bis 52. Schelling); Jud (1/1), Maros (4), Sidorowicz (2), Lier, (5/1) Dangers (1), Bräm (2), Schramm (1), Frei­vogel, Quni, Ott (4), Pecoraro (3). – Bemerkungen: Lier (3:3), Jud (6:4), Jud (23:20) und Lier (25:22) verschiessen je zwei Sieben­meter. Pfadi ohne die Linkshänder Vernier und Cédrie Tynowski sowie Svajlen; HSC ohne Kägi (verletzt).

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