Andelfingen

Zusätzliches Geld für Thurbrücke bewilligt

Die Sanierung der Holzbrücke zwischen Andelfingen und Kleinandelfingen löste teilweise heftige Kritik aus. Nun hat der Regierungsrat noch einmal 100 000 Franken gesprochen.

Die Sanierungsarbeiten an der Thurbrücke lösten im Juni Unmut aus.

Die Sanierungsarbeiten an der Thurbrücke lösten im Juni Unmut aus. Bild: Madeleine Schoder

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«Scheusslich», «kaputtgemacht», «verschandelt», so äusserten sich verschiedene Beobachter im letzten Juni zur sanierten Thurbrücke zwischen Andelfingen und Kleinandelfingen. Zuständig für die Arbeiten am 200-jährigen Holzbauwerk ist das kantonale Tiefbauamt in Absprache mit der Denkmalpflege.

Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion, hielt im Juni vehement dagegen: «Die Kritik dieser vermeintlichen Fachleute entbehrt jeglicher Grundlage und wir weisen sie entschieden zurück.» Stürze die Brücke ein, seien nicht die Kritiker, sondern der Kanton Zürich verantwortlich. Maag bezeichnete die Brücke als Denkmal in Gebrauch: Sie sei nie für die heutigen Belastungen ausgelegt worden.

Weitere Arbeiten gewünscht

2017 hatte die Baudirektion eine knappe Million Franken für die Bauarbeiten bewilligt. Nun sprach der Zürcher Regierungsrat noch einmal 100 000 Franken als gebundene Ausgabe. Bei der gemeinsamen Begehung des Bauwerks seien zusätzliche Arbeiten seitens der Denkmalpflege gewünscht worden, heisst es im Protokoll. Gebraucht würde das Geld für den Ersatz von Fassadenschindeln, den grünen Anstrich neuer Holzbauteile, Anpassungen am Windverband sowie der Wiederherstellung des Mittelpfeilers.

Laut Markus Pfanner, Kommunikationsberater der Baudirektion, stehen die Zusatzarbeiten in keinster Weise in Zusammenhang mit der Kritik an der Sanierung: «Die zusätzlichen Massnahmen mussten vorgenommen werden, um Schäden zu beseitigen, die zunächst nicht sichtbar waren.» So habe sich erst während des Umbaus herausgestellt, dass nicht nur einige, sondern ein Grossteil der Fassadenschindeln durchgefault waren. Deshalb habe man entschieden, alle Schindeln zu ersetzen, die dem Schutz des Bauwerkes dienten.

Grüne Farbe gegen Salz

Die grüne Farbe diene in erster Linie dem Schutz der neuen Holzbauteile gegen salziges Spritzwasser. Sie habe schon auf dem alten Holzwerk bestanden und habe den Nebeneffekt, dass die neuen Elemente nicht im Vordergrund stünden. Weiter hätten beim Windverband – das sind Träger, die Windkräfte ableiten – gewisse Holzverbindungen verstärkt werden müssen. Was mit der Wiederherstellung des Mittelpfeilers gemeint war, konnte bis gestern nicht beantwortet werden, da der zuständige Projektleiter abwesend war. ()

Erstellt: 03.09.2018, 17:47 Uhr

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