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Zwei prominente Abgänge im Grundeinkommen-Team

Das Experiment für ein bedingungsloses Grundeinkommen soll weitergehen. Ein Ökonom und ein Journalist sind aber nicht mehr mit dabei.

Jens Martignoni war einer der prägenden Köpfe des Versuchs in Rheinau für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Der Ökonom mit den auffällig krausen Haaren stand der Filmemacherin Rebecca Panian von Anfang an zur Seite. Er verlieh dem Projekt in der Öffentlichkeit wissenschaftliche Seriosität – zusammen mit Aleksandra Gnach, Professorin für Medienlinguistik an der ZHAW. «Die Finanzierung scheint möglich», sagte Martignoni in einem längeren Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Im «Landboten» gab er zu möglichen Forschungsfragen Auskunft.Seit einiger Zeit ist der Experte für alternative Geldsysteme allerdings nicht mehr im Wissenschaftsteam aufgeführt. Marti­gnoni bestätigt auf Anfrage, dass er bereits im Oktober aus dem Grundeinkommen-Projekt ausgestiegen sei. Er habe andere Vorstellungen zu Konzept und Projektführung gehabt. «Ich hatte beim Fundraising eine andere Strategie vorgeschlagen, konnte mir aber im Kernteam kein Gehör verschaffen», sagt er. Leider hätten sich seine damaligen Befürchtungen inzwischen bestätigt: Das Crowdfunding scheiterte. Zwar sind gut 150 000 Franken an Spenden eingegangen, das Ziel von über sechs Millionen Franken wurde aber klar verfehlt. Da die Crowdfunding-Plattform das Geld nur ausschüttet, wenn der volle Betrag erreicht wird, bleibt dem Grundeinkommen-Team nichts von diesen Geldern.

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