Aprilwetter

Die kälteste Nacht steht noch bevor

In der Nacht auf Mittwoch ist es nochmals richtig kalt geworden. Die Temperaturen sanken selbst in tiefen Lagen teilweise unter null Grad und es schneite. Am kältesten soll die Nacht auf Freitag werden.

Vormittagliches Schneetreiben im Industriequartier von Bülach. Handyvideo: Michael Caplazi

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Aussergewöhnlich sind Frostnächte um diese Jahreszeit nicht, wie Daniel Maurer von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Weil die Temperaturen jedoch bereits im April teilweise auf sommerliche Werte kletterten, ist der Kälteeinbruch für viele stärker spürbar.

Besonders frostig wurde es im westlichen Mittelland und im Zentralwallis. In diesen Gebieten war die Nacht praktisch unbewölkt. Deshalb sanken die Temperaturen selbst in den tiefen Lagen mehrheitlich auf -1 bis -4 Grad.

Die Landwirte bangen wegen der Frostnächte um ihre Kulturen – und ergreifen Schutzmassnahmen. Video: SDA

Etwas weniger kalt war es in Winterthur (O Grad), Kloten (0,3 Grad) und am Zürichsee (0,5 Grad). Hier verhinderten Wolken, Wind und Schneefall eine allzu starke nächtliche Auskühlung.

Es wird noch kälter

Das wird sich aber am Donnerstag- und speziell am Freitagmorgen ändern.

Dann klart der Himmel auch in der Nordostschweiz auf. Die eingeflossene, für die Jahreszeit sehr kalte Polarluft wird dann verbreitet für Minuswerte sorgen. Das bedeutet: Praktisch überall sinken die Temperaturen auf -1 bis -5 Grad. Direkt am Boden ist verbreitet mit strengem Bodenfrost zu rechnen (-4 Grad und tiefer). MeteoSchweiz hat deshalb eine Warnung vor starkem Bodenfrost herausgeben.

Besonders frostgefährdet sind Muldenlagen und Senken. Dort wird die Temperatur bei ungehinderter Abstrahlung bis am frühen Morgen regelrecht in den Keller rasseln. Weniger extrem dürfte die Kälte entlang der grossen Gewässer ausfallen. Der bereits knapp 10 Grad warme Zürichsee zum Beispiel gibt Wärme an die Umgebung ab, was eine allzu starke Abkühlung verhindert.

Solch tiefe Temperaturen sind zu dieser Jahreszeit allerdings nicht so selten, wie man vielleicht meinen könnte. Sie kommen etwa jedes zweite oder dritte Jahr vor, sagt der Experte von Meteoschweiz.

Bis auf weiteres wird sich am kühlen und nassen Aprilwetter übrigens nicht viel ändern. Zwar steigen die Temperaturen am Wochenende etwas an – eine markante Erwärmung ist derzeit aber in den Wettermodellen bis zum Monatsende nicht absehbar. (landbote.ch)

Erstellt: 19.04.2017, 16:19 Uhr

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