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Landluft-KolumneFünf Strategien fürs Social Distancing

Wie man sich in der Öffentlichkeit die Leute vom Hals hält.

Die Landluft-Kolumne.
Die Landluft-Kolumne.
Cartoon: Ruedi Widmer

Hey! Zwei Meter Abstand! Kennst du? Corona-Regeln und so. Diesen stummen Monolog haben wohl schon viele von uns geführt, wenn sie dieser Tage unterwegs sind. Während sich einige Menschen peinlichst genau im Fernhalten üben, bewegen sich andere so, als würde es Corona gar nicht geben. Drängeln, im Weg stehen, aufschliessen, bis man den Atem im Nacken spüren kann. Was schon ohne Corona unangenehm war, wird jetzt zum Spiessrutenlauf.

Mit diesen fünf Strategien verweisen Sie Dränglerinnen, Wegversperrer und Nah-Atmer im Supermarkt wieder auf ihren – zwei Meter entfernten – Platz. Und nein: Spuckattacken gehören nicht dazu. Schliesslich gebe ich hier keine Tipps für versuchte Körperverletzung.

Räuspern, sprühen, Menü umstellen

1. Ein Hüsteln ist dieser Tage nicht gern gesehen. Ein leises Räuspern reicht bei sensiblen Menschen schon aus, um sie auf den fehlenden Abstand aufmerksam zu machen.

2. Ausweichen: Sollte jemand im Weg stehen, können Sie demonstrativ in einen anderen Gang einbiegen, in weitem Bogen um das gewünschte Gestell herumgehen und dann von einer anderen Seite her nochmals auf Durchlass warten. Das fällt oft auch weniger sensiblen Menschen auf.

3. Sollte es ganz schlimm sein mit der Annäherung, einfach einen Desinfektionsspray aus der Tasche zaubern und grosszügig herumsprühen. Alkohol brennt in den Augen.

4. Die Schüchternen unter Ihnen können auch unauffällig in einem anderen Regal kramen, bis der Zugang zum gewünschten Produkt frei ist.

5. Und bleiben Sie flexibel. Stellen Sie Ihr Menü um, und sagen Sie dann laut: «Ich wollte mich schon immer vegetarisch ernähren und muss gar nicht mehr ans Fleischregal.»