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Datenschutz in WinterthurFür Kontrollen fehlte ihm die Zeit

Der städtische Datenschützer hat einmal mehr ein Rekordjahr hinter sich. Stemmen kann er die Arbeit allerdings schon lange nicht mehr.

Der Datenschutzbeauftragte der Stadt Winterthur kam letztes Jahr nicht zum Kontrollieren.  Weit oben auf seiner Liste stand die Videoüberwachung an den Schulen, wie sie hier beim Schulhaus Heiligberg ausgeschildert ist.
Der Datenschutzbeauftragte der Stadt Winterthur kam letztes Jahr nicht zum Kontrollieren. Weit oben auf seiner Liste stand die Videoüberwachung an den Schulen, wie sie hier beim Schulhaus Heiligberg ausgeschildert ist.
Bild: Marc Dahinden 

In den letzten fünf Jahren ist die Arbeitslast von Philip Glass erst stetig und zuletzt sprunghaft angestiegen. Landeten 2015 noch 64 neue Dossiers auf dem Tisch des städtischen Datenschutzbeauftragten, waren es 2018 bereits 83 und und 2019 dann 111. Dies geht aus seinem kürzlich veröffentlichten Tätigkeitsbericht hervor. Das Problem dabei: Sein Pensum wurde nicht an die steigende Arbeitslast angepasst, sondern blieb konstant bei 30 Prozent. Er arbeitet anderthalb Tage pro Woche, jeweils am Montag und am Dienstagmorgen. Zwar vereinfachte Glass seine Geschäftsabläufe, um mehr Dossiers abarbeiten zu können. Trotz dieser Effizienzgewinne schwoll der Pendenzenberg auf aktuell 97 Geschäfte an.

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