Mit diesen Fakten trumpfen Sie heute am Public Viewing auf

Mit Saudiarabien bestreitet heute eine Unbekannte der WM das Eröffnungsspiel gegen Russland. Sie wollen bei Bier und Chips nonchalant Fachwissen einwerfen? Voilà!

Mohamed Al-Salawi hat seit über einem Jahr nicht mehr für seine Nationalmannschaft getroffen.

Mohamed Al-Salawi hat seit über einem Jahr nicht mehr für seine Nationalmannschaft getroffen. Bild: Keystone

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Aufbauhilfe durch den Supergoalie

Wenn Saudiarabien heute zum Eröffnungsspiel antritt, ist mindestens ein westlicher Fussballstar angespannt. Oliver Kahn wird besonders genau hinschauen, schliesslich ist er seit letztem Herbst für die Schulung der Torhüter des Landes zuständig. In der «Oliver Kahn International Academy» arbeitet er mit Talenten und den aktuellen Torhütern. Das Projekt ist gemäss Kahn auf «fünf bis acht Jahre» ausgerichtet, sein Vertrag läuft vorerst bis nach der WM.

Ein Stargoalie als Schiessbude

Bislang war Saudi-Arabiens Hintermannschaft an WM-Endrundenturnieren vor allem eins: löchrig, Mohamed Al-Deayea, der 178-fache Nationalspieler und asiatische «Torhüter des Jahrhunderts», musste 25 Mal hinter sich greifen in den WM-Turnieren 1994,98,2002 und 2006. Eine schlechtere Bilanz hat kein Goalie.


Hier trainiert die Schweizer Nationalmannschaft


Auf Augenhöhe mit der Schweiz

1994 schnitt das Königreich so gut ab wie sonst nie an einer WM. In den USA bedeutete erst der Achtelfinal Endstation, nach einem 1:3 gegen Schweden. Die Schweiz unterlag damals Spanien im gleichen Stadium des Turniers (0:3).

Die Liebe für die Schweiz

Die Saudis holten sich den letzten Schliff für die WM in Bad Ragaz. Im Rahmen des Trainingslagers absolvierten sie in St. Gallen zwei Testspiele und unterlagen Nicht-WM-Teilnehmer Italien 1:2 und Peru 0:3. Das einzige Tor konnte dabei nur mit Mineralwasser und Cola gefeiert werden: Auf Geheiss der Saudis wurde kein Alkohol ausgeschenkt.


Viel Trubel beim Training der Nati

Für ein Autogramm mit dem Schweizer schrien sich die jungen Fans die Kehle aus dem Leib. Video: SDA

Der Erfolgstrainer aus Zürich

Christian Gross trainierte von Juli 2014 bis Mitte 2016 und November des gleichen Jahres den Al-Ahli SFC in der Hafenstadt Dschidda. Die Bilanz des Hönggers kann sich sehen lassen: Er gewann mit dem Club den Kronprinzenpokal, den Königspokal und die Landesmeisterschaft, zusätzlich führte er Al-Ahli in den Viertelfinal der arabischen Champions League.

Das rasante Trainerkarussell

Nur ausgewiesene Kenner der Szene behielten zuletzt angesichts der vielen Veränderungen auf der Trainerbank des Nationalteams die Übersicht. Die WM-Qualifikation schaffte das Team unter Bert van Marwijik, mit dem sich der Verband nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Nachfolger Edgardo Bauza wurde nach drei Niederlagen und nur zwei geschossenen Toren entlassen. Jetzt steht Juan Antonio Pizzi an der Seitenlinie, er war einst in Argentinien Spieler unter Bauza.

Topskorer mit Ladehemmung

Mohammed Al-Salawi von Al-Nasr Riad hat in 40 Länderspielen 28 Tore erzielt. Einst skorte er in einem WM-Qualifikationsspiel gegen Osttimor fünfmal, in 9 Partien sogar 18 Mal. Der Stürmer, der unlängst drei Wochen bei Manchester United trainierte, hat allerdings seit dem 8. Juni 2017 nicht mehr für sein Land getroffen.

Im Visier der Spanier

Nur drei Kadermitglieder Saudi-Arabiens spielen im Ausland. Kein Zufall, dass sie alle in Spanien engagiert sind. La Liga hat einen Vertrag mit dem Landesverband und der Regierung unterzeichnet, mit dem Ziel den Rechteverkauf im arabischen Raum anzukurbeln. Total sind seit Januar neun Spieler in Vereinen der beiden höchsten Spielklassen Spaniens unter Vertrag, ihre Einsatzzeit ist bisher allerdings minimal bemessen.


Alle Testspiele der WM-Teilnehmer


1. Niederlage des Gastgebers im Eröffnungsspiel?

Mit einem Sieg gegen Russland wäre Saudiarabien das erste Team, das ein Eröffnungsspiel gegen einen WM-Gastgeber gewinnen kann. Bis anhin stehen drei Siege und zwei Unentschieden der Einheimischen zu Buche. Offizielle Eröffnungsspiele gibt es seit 1966, zwischen 1974 und 2002 bestritt diese allerdings der Weltmeister.

Eine Premiere für Asien

Einen Eintrag in die Geschichtsbücher hat Saudiarabien auf sicher: Noch nie vorher bestritt ein asiatisches Team ein Eröffnungsspiel. (landbote.ch)

Erstellt: 14.06.2018, 06:14 Uhr

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