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Reportage aus St. MoritzGaladiner zum halben Preis: Der Jetset lernt Bescheidenheit

Laut, exzessiv, teuer: Das ist Silvester im Engadiner Nobelort. Dieses Jahr üben sich die Gäste in der Kunst des stillen Feierns. Eindrücke aus einer seltsamen Silvesternacht.

Immer schön sitzen bleiben: Im Kulm-Hotel in St. Moritz mussten die Gäste dieses Jahr ohne zu tanzen Silvester feiern.
Immer schön sitzen bleiben: Im Kulm-Hotel in St. Moritz mussten die Gäste dieses Jahr ohne zu tanzen Silvester feiern.
Foto: Mayk Wendt

Licht an, Fenster auf, Musik aus: Brutaler hat die Party im Palace Hotel in St. Moritz noch nie geendet wie in dieser Silvesternacht 2020. Punkt 1 Uhr morgens werden die 300 Gäste, die in den Restaurants des Luxushotels den Jahreswechsel feiern, in ihre Zimmer geschickt. Fast wie im Klassenlager, wenn der Lehrer den Stecker der Musikanlage zieht und die Kinder in die Kajütenbetten abkommandiert, obwohl es gerade so richtig lustig wird.

Im Pandemiejahr 2020 spielte der Bundesrat den Lehrer und verordnete eine schweizweite Sperrstunde: An Silvester 2020 wird bis maximum 1 Uhr gefestet. Punkt. Kaum einen anderen Ort dürfte der Befehl aus Bern so hart getroffen haben wie St. Moritz. Der Promi-Ort im Oberengadin zieht seinen Ruhm seit Jahrzehnten aus der Kunst des Partymachens. Nirgendwo feiert es sich sorgloser und exzessiver als in St. Moritz.

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