Bassersdorf

Gemeinde bekommt «Prix Balance» für vorbildliche Arbeitsbedingungen

Gemeindeangestellte finden in Bassersdorf beste Bedingungen betreffend Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben.

Der Prix Balance zeichnet vorbildliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarung von Beruf und Familie aus.

Der Prix Balance zeichnet vorbildliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarung von Beruf und Familie aus. Bild: Pixabay

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Der Prix Balance zeichnet Organisationen aus, die sich für die bestmöglichen Lösungen im Bereich Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben engagieren. Nebst drei Firmen und einer Stiftung gehört in diesem Jahr auch die Gemeinde Bassersdorf zum Kreis der Ausgezeichneten.

Die Glattaler Gemeinde bietet gemäss der Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich beste Bedingungen unter den Teilnehmern in der Kategorie «öffentlich-rechtliche Arbeitgebende». Dabei geht es konkret darum vorbildliche Rahmenbedingungen zu ermöglichen, beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle, grosszügige Angebote bezüglich Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen sowie auch der «alternierenden Obhut» von Scheidungskindern.

Der letzte Punkt ist auf dieses Jahr neu als Kriterium hinzugekommen, welches bei allen teilnehmenden Arbeitgebern überprüft wurde. Gerade dass eben auch Väter nach Scheidungen ihre Kinder ganz selbstverständlich sehen und betreuen können, sei aktuell ein wichtiges Anliegen, findet Helena Trachsel, Leiterin der kantonalen Gleichstellungsfachstelle. Dazu müssten Männer aber von ihren Arbeitgebern auch die Möglichkeit bekommen, trotz ihren beruflichen Verpflichtungen. Generell gehe es beim Prix Balance darum Firmen und Organisationen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu sensibilisieren.

«Bassersdorf hat
hervorragend abgeschnitten, 
das macht Freude.»

Helena Trachsel
Leiterin Fachstelle für Gleichstellung
des Kantons Zürich.

Trachsel freut sich deshalb über die wachsende Publizität im Zusammenhang mit dem Prix Balance, der seit 2011 von ihrer Fachstelle vergeben wird. «Unser Anliegen ist noch kein ‹Selbstläufer›, aber wir verbessern uns laufend.» Es sei noch viel Potenzial vorhanden im Kanton Zürich in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sagt die Fachfrau. Die Gemeinde Bassersdorf habe als Arbeitgeber jedoch hervorragend abgeschnitten, wie die dreiteilige Prüfung inklusive einer Mitarbeiterbefragung gezeigt habe.

Einen Spitzenwert erzielt

«Das macht Freude», sagt Trachsel. So habe die Unterländer Gemeinde mit rund 120 Angestellten über 70 Prozent der zu vergebenden Punkte erreicht, was einen Spitzenwert darstelle.

Der Chef der Bassersdorfer Verwaltung, Gemeindeschreiber Christian Pleisch, erklärt: «Wir wollten uns messen lassen, um zu sehen, wo die Gemeinde als Arbeitgeber steht.» Dass man dabei gleich den Bestwert aller Verwaltungen erzielt hat, überrascht ihn nur bedingt. Man probiere stets den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, in welchem möglichst alles unter einen Hut passt. «Unsere Anstrengungen tragen offenbar Früchte. Jetzt wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

In den weiteren Kategorien haben der Telekomkonzern Swisscom, die Onlineagentur Liip, die Jugendstiftung Jacobs Foundation sowie das Bauplanungs- und Ingenieurbüro EWP ebenfalls ein Zertifikat als Gewinner des Prix Balance 2019 erhalten. Letzteres ist in Effretikon angesiedelt und arbeitet auch regelmässig im Auftrag der Gemeinde Bassersdorf.

«Unsere Anstrengungen
tragen Früchte. Jetzt wissen wir, dass wir auf dem richtigen
Weg sind.»
Christian Pleisch
Gemeindeschreiber Bassersdorf

Feier mit der Justizdirektorin

Ein Preisgeld gibt es allerdings keins, nur eine Urkunde. Diese soll nicht zuletzt auch andere Organisationen anspornen, mehr für Vereinbarkeit von Job- und Privatleben sowie flexible Arbeitsmodelle zu tun. Übergeben wurden die Auszeichnungen am Donnerstagabend im Zürcher Kaufleutensaal im Beisein der Regierungsrätin und Justizdirektorin Jacqueline Fehr.

Erstellt: 04.04.2019, 19:30 Uhr

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