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Sanierung Stationsstrasse in SulzGemeinderat erlaubt Bauarbeiten ab 6.30 Uhr

Die Sanierung der Stationsstrasse in Sulz verzögert sich wegen der Corona-Massnahmen auf der Baustelle. Deshalb wird nun früher mit der Arbeit begonnen.

Die Stationsstrasse führt 1,4 Kilometer lang durch Sulz, Gemeinde und Kanton sanieren sie.
Die Stationsstrasse führt 1,4 Kilometer lang durch Sulz, Gemeinde und Kanton sanieren sie.
Archivfoto: Marc Dahinden

Eigentlich darf in der Gemeinde Rickenbach erst ab 7 Uhr morgens gearbeitet werden, so verlangt es die Polizeiverordnung. Ab Montag darf an der Stationstrasse in Sulz aber bereits um 6.30 Uhr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der Rickenbacher Gemeinderat bewilligte eine Ausnahme, die bis Ende November gilt. Zudem darf die Mittagspause bereits um 12.45 Uhr wieder enden. Das öffentliche Interesse an einer verkürzten Bauphase wird gegenüber der Einhaltung der Ruhezeiten höher gewichtet», begründet der Gemeinderat.

Grund für diese ausserplanmässige Störung der Nachtruhe: die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. So müssen die Arbeiter gestaffelt in die Mittagspause, um die Abstände einhalten zu können. «Der Unternehmer will sicherstellen, dass er das Terminprogramm einhalten kann, und hat deshalb um die Ausnahmebewilligung gebeten», sagt Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion. Was durch die BAG-Massnahmen an Effizienz verloren geht, soll durch die längeren Arbeitszeiten also wieder kompensiert werden. «Es ist eine präventive Massnahme», sagt Maag. Im Beschluss des Gemeinderats ist die Rede davon, dass dadurch die Arbeiten gar rascher abgeschlossen werden könnten. Das hängt aber laut Maag immer auch vom Wetter ab.

«Rekurs eher unüblich»

Wer mit der Verfügung des Gemeinderats nicht einverstanden ist, kann Rekurs beim Statthalteramt des Bezirks Winterthur einlegen. «Das ist aber eher unüblich, weil die Anwohnerinnen und Anwohner meistens froh sind, wenn es schneller vorwärtsgeht», sagt Maag. Dass morgens um 6.30 Uhr nicht gleich mit den lärmigsten Maschinen gestartet werde, hänge vom Fingerspitzengefühl des Bauführers ab. «Das lässt sich leider nicht immer ganz verhindern, aber im Normalfall achtet man darauf.»

Nach dem voraussichtlichen Abschluss der Hauptarbeiten bis Ende November ist es für die Anwohnerinnen und Anwohner noch nicht ganz ausgestanden. Im Frühling 2021 wird der Kanton noch den Deckbelag einbauen. Dann, fast vier Jahre nach Baubeginn von Gemeinde und Kanton, soll die Stationsstrasse in neuem Glanz erstrahlen.