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Politiker berät «Verwaltungsopfer»Den Regierungsjob ist er los, nun inszeniert sich Maudet als Retter

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet musste sein Departement abgeben, ehemalige Mitarbeiter schildern chaotische Zustände. Nun will er «Verwaltungsopfer der Corona-Krise» beraten.

Trotz Anklage und Entzug seines Departements: Pierre Maudet will als Parteiloser in der Genfer Regierung verbleiben und betreibt neu eine Beratungsstelle für Opfer der Verwaltung.
Trotz Anklage und Entzug seines Departements: Pierre Maudet will als Parteiloser in der Genfer Regierung verbleiben und betreibt neu eine Beratungsstelle für Opfer der Verwaltung.
Foto: Facebook-Screenshot

In jedem anderen Kanton wäre Pierre Maudets neuster Coup ein politischer Skandal. In Genf nimmt man es mit einem ungläubigen Kopfschütteln hin. Regierungsrat Maudet hat in einem Ladenlokal in der Genfer Innenstadt eine Anlaufstelle für «Verwaltungsopfer der Covid-Krise» eröffnet. «Im Wissen, dass viele Bürger administrativer Gewalt ausgesetzt sind, eröffne ich ein Notfallbüro, um Sie kostenlos zu beraten und Ihnen zu helfen, staatliche Hilfe zu bekommen», schrieb Maudet auf den sozialen Netzwerken. Wer eine Beratung brauche, solle ihm eine E-Mail schreiben, Klienten empfange er von frühmorgens bis Anfang Nachmittag, so Maudet.

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