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Kolumne Landluft«Grüezi, da isch dä Mario Fehr»

Wegen Corona meldet sich der Samichlaus dieses Jahr in Winterthur nur per Telefon. Vielleicht auch ein Modell für Sicherheitsdirektor Mario Fehr?

Die Landluft ist eine nicht ganz ernst gemeinte Kolumne des Regionsressorts des «Landboten».
Die Landluft ist eine nicht ganz ernst gemeinte Kolumne des Regionsressorts des «Landboten».
Illustration: Ruedi Widmer

Sogar der Samichlaus bleibt zu Hause. Denn nebst Nüssli und Orangen könnte er auch Viren verteilen. Auf ihn verzichten muss man deswegen aber nicht. Der Chlaus arbeitet im Homeoffice weiter und ist für die Kinder auf dem Handy erreichbar. Die Chlausgesellschaft Winterthur hat dafür extra eine Hotline eingerichtet, 076 460 12 60 lautet die Nummer.

Ganz anders Regierungsrat Mario Fehr, der durch den halben Kanton tourt. Der Sicherheitsdirektor begleitet regelmässig Corona-Patrouillen der Polizei. Gegen 50-mal war er im letzten Halbjahr unterwegs. So zum Beispiel an den vergangenen beiden Wochenenden in der Region Winterthur. 

Der Tross mit Polizisten, Politikern und einer Journalistin zog dabei von Haus zu Haus – ähnlich wie sonst der Samichlaus mit Schmutzli und Esel. Die Frauen und Männer klopften etwa bei einer Bäckerei an und erkundigten sich nach dem Schutzkonzept, dazu verteilten sie wohlmeinende Ratschläge. Oder sie verkündeten Passanten die heilige Maskenpflicht.

Auf ihrer Reise durchs Tössbergland machte die Gruppe fast nur positive Erfahrungen. Die Leute hielten sich an die neuen Gebote. Eine besonders schöne Bescherung erlebten die Polizisten und Mario Fehr vor dem Coop. Sie erhielten einen Schoggi-Samichlaus geschenkt. Bei solchen Begegnungen lässt man die Fitze gern im Sack stecken.

Trotz der Erlebnisse draussen bei den Leuten: Ein Samichlaus im Homeoffice hat auch seine Vorzüge. Die Kinder sind weniger eingeschüchtert. Vielleicht lässt sich Mario Fehr inspirieren? Zum Beispiel mit spontanen Anrufen in Restaurants: «Grüezi, da isch dä Mario Fehr, wie geht es mit Ihrem Schutzkonzept?»