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Kunst in WinterthurZugemüllt mit Kunst

Die Ausstellung «Zimmerecken» in der Villa Flora strapaziert die Salons – und verstösst dabei gegen alle Regeln der kunstgerechten Präsentation.

Ausstellungsmacher Martin Schwarz huldigt dem Prinzip des totalen Verdichtens – gegen alle Regeln des kunstgerechten Ausstellens.
Ausstellungsmacher Martin Schwarz huldigt dem Prinzip des totalen Verdichtens – gegen alle Regeln des kunstgerechten Ausstellens.
Foto: Madeleine Schoder

Das einstige Heim der Familie Hahnloser, das ab nächstem Jahr endgültig zum Museum umgebaut und erweitert wird, hat eine derartige Besetzung durch Kunst noch nie erfahren. Seit die Sammlung Hahnloser auf Tournee ins Ausland geschickt wurde, waren zwar zuvor schon die Salonräume mit grenzwertigen Interventionen strapaziert worden. Diesmal sind es über hundert Ecken. Wie Puppenstuben unterschiedlicher Grössen lagern die Eckobjekte auf behelfsmässigen Ablagen, auf Simsen und in Nischen, jede eine Welt für sich, ausgedacht von Kunstschaffenden aus der Schweiz, darunter auch bekannte Namen aus Winterthur und aus Deutschland. Der Impresario dieser Mammutschau ist Martin Schwarz, nach Max Bill (1908–1994) der einzige Winterthurer Künstler mit avantgardistischen Werken als Hinterlassenschaft. Schwarz hatte seinerzeit in die Nachkommenschaft der Familie Hahnloser geheiratet.

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