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Wirbelsturm trifft auf US-KüsteHurrikan Zeta hinterlässt Schäden und Tote

Der tropische Wirbelsturm der Stufe 2 hat nach Mexiko nun auch die USA erreicht. 400’000 Menschen sind ohne Strom.

Hinterlässt Verwüstung: Hurrikan Zeta.

Hurrikan Zeta hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern die US-Golfküste erreicht und mindestens zwei Menschen getötet. Der Wirbelsturm traf am Mittwoch im Südosten des Bundesstaates Louisiana auf Land und schwächte zu einem tropischen Sturm ab, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami mitteilte. In der Grossstadt New Orleans starb ein Mensch an einem Stromschlag durch niedergerissene Stromleitungen, wie die Stadtbehörden mitteilten. Sie appellierten an die Einwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Videos zeigten heftigen Regen in der Region nahe New Orleans. Meteorologen warnten zudem vor Tornados.

In der Stadt Biloxi im Süden des Bundesstaates Mississippi gab es dem dortigen Polizeichef zufolge ein weiteres Todesopfer. «Ich weiss, dass wir im Moment mindestens einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Sturm haben», sagte er dem örtlichen Fernsehsender WLOX am Donnerstagmorgen. Es gebe aber derzeit keine weiteren Details.

Hurrikan der Stufe 2: Zeta trifft auf die US-Golfküste. (28. Oktober 2020)
Hurrikan der Stufe 2: Zeta trifft auf die US-Golfküste. (28. Oktober 2020)
Keystone/NOAA
Vom Wind zerstört: Haus in New Orleans. (28. Oktober 2020)
Vom Wind zerstört: Haus in New Orleans. (28. Oktober 2020)
Reuters/Kathleen Flynn
Es wird erwartet, dass sich der Hurrikan Zeta abschwächt und weiter Richtung Nordosten wandert.
Es wird erwartet, dass sich der Hurrikan Zeta abschwächt und weiter Richtung Nordosten wandert.
Keystone/Chris Granger
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Zeta zog weiter und befand sich am frühen Donnerstagmorgen über dem Osten Alabamas, dem östlichen Nachbarstaat Louisianas, wie das Hurrikanzentrum mitteilte. Zeta könnte nach Einschätzung von Experten einer der schwersten in der Region seit zehn Jahren werden. Das Hurrikanzentrum warnte in einigen betroffenen Gebieten vor starkem Regen und heftigen Windböen, die weitere Schäden und Stromausfälle verursachen könnten.

Die Gouverneure der Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi erklärten den Notstand, um sich auf den Sturm vorbereiten zu können. Entlang der Golfküste zwischen dem Südosten Louisianas bis in den Westen Floridas wurde zeitweilig auch vor gefährlichen Sturmfluten gewarnt. «Sie sollten Ihre Vorbereitungen abschliessen», hatte Louisianas Gouverneur John Bel Edwards am Mittwoch gemahnt. Der Webseite «Poweroutage.us» zufolge waren alleine in Louisiana in der Nacht zum Donnerstag mehr als 400 000 Menschen ohne Strom.

Verwüstungen in Mexiko

Zeta hatte in den vergangenen Tagen auf der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos Bäume und Strommasten umstürzen lassen und Überschwemmungen sowie Stromausfälle verursacht. Der Sturm war dort am späten Montagabend auf Land getroffen.

In der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Zeta ist der sechste Buchstabe des griechischen Alphabets. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

SDA