Bachenbülach/Rio

«Ich fühle mich bereit»

Die Bachenbülacherin Nicola Spirig tritt am Samstag, 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Rio mit einem klaren Ziel an: ihre olympische Triathlon-Goldmedaille zu verteidigen.

Olympia-Titelverteidigerin Nicola Spirig fühlt sich im Moment noch fitter als vor vier Jahren in London.

Olympia-Titelverteidigerin Nicola Spirig fühlt sich im Moment noch fitter als vor vier Jahren in London.

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Nicola Spirig, Sie fliegen heute Mittwoch erst nach Rio.Wieso so kurzfristig?
Nicola Spirig: Dieser Weg ist zwar nicht mit Rio, aber mit zahlreichen andern Orten und Wettkämpfen ausgetestet. Ich bin zu Topleistungen fähig, wenn ich direkt von der Höhe komme. Die Akklimatisation und die Zeitverschiebung von fünf Stunden sollten keine Probleme darstellen.

Video: Keystone

Wie hat die letzte Vorbereitungsperiode ausgesehen?
Ich habe bis am Schluss viel und intensiv trainiert. Zuletzt waren die Einheiten aber etwas kürzer als in den Monaten zuvor. Hügelrepetitionen auf dem Velo haben ebenso zum Programm gehört wie schnelle 400-Meter-Läufe mit langen Pausen auf der Bahn. So sind in der letzten Woche noch immer 24 Trainingsstunden zusammengekommen.

Welche Überlegungen haben hinter diesen spezifischenTrainingseinheiten gesteckt?
Der Olympia-Radkurs von Rio fordert mit seiner 22-Prozent-Steigung, die man achtmal bewältigen muss, einiges an Kraft. Diese haben mein Coach Brett Sutton und ich darum bis zuletzt aufzubauen und zu verbessern versucht. Ziel ist es, die 40 Velokilometer trotz diesen giftigen Aufstiegen durchweg schnell zu fahren – und nach diesem Veloabschnitt mit den müden Beinen trotzdem für eine Top-Laufleistung bereit zu sein.

Eine Erholungsperiode vor dem Zielwettkampf gibt es bei Ihnen also nicht?
Auf ein Tapering im herkömmlichen Sinn reagiert mein Körper nicht ideal. Erholung aber gönne ich mir auch – in den letzten vier Tagen vor dem Rennen.

Mit dem Flug und in Rio?
Ein Zwölf-Stunden-Flug ist nie erholsam, sondern bedeutet immer Stress für den Körper. Und vor Ort gibt es auch noch viel zu tun: Transfer, Einchecken, Streckenbesichtigung, Medientermin. Aber mein Körper soll sich erholen und Spannung aufbauen, indem die Trainingsreize auf ein Minimum reduziert sind.

Sind Sie in Olympiaform?
Ich fühle mich fit und bereit. Der Weg bis hierhin war für mich extrem spannend. Das empfinde ich generell so. Auf ein hohes Ziel hinarbeiten und sehen, wo die Grenzen sind, wie fit ich werden kann, solche Fragen interessieren mich. Jetzt kann ich sagen: Ich bin sicher eine der fittesten Athletinnen im Feld.

Sind Sie fitter als vor vier Jahren, als Sie in London Olympia­siegerin geworden sind?
Ja, das denken Brett und ich. Ich bin die bessere Athletin. Vergleichswerte zu 2012 zeigen das. Wohin dies führt, wird sich weisen. Ich bin auf viele Rennkonstellationen vorbereitet.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 17.08.2016, 00:04 Uhr

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