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Antti Törmänens SchicksalZuerst Corona, dann Krebs

Antti Törmänen war der erste Corona-Fall im Schweizer Eishockey. Doch die Schockdiagnose folgte im Sommer. Biels 50-jähriger Trainer spricht über die schwierigste Zeit seines Lebens.

«Ich bin immer noch gut aussehend.» Biel-Coach Antti Törmänen begegnet seiner Krebserkrankung auch mit Humor.
«Ich bin immer noch gut aussehend.» Biel-Coach Antti Törmänen begegnet seiner Krebserkrankung auch mit Humor.
Foto: Raphael Moser

Noch ahnt Antti Törmänen nicht, dass der 21. Hochzeitstag sein Leben verändern wird. Der Finne sitzt mit Frau Minna im Garten. Auf dem Tisch Caprese mit Bresaola, ein Glas Weisswein, Zenato Lugana, wohltemperiert für diesen sonnigen Julimittag. Nach dem Essen verschwindet Törmänen im Haus, legt sich hin. Ein Anruf reisst ihn aus dem Schlaf. Das Gespräch dauert ein, zwei Minuten. Törmänens Gedanken drehen ihre Runden wie ein Sekundenzeiger. Er geht raus zu seiner Frau. Sie merkt sofort: Etwas ist gar nicht gut.

Törmänen erzählt seine Geschichte am Freitagmorgen vor dem Derby zwischen Bern und Biel. Er nimmt im obersten Rang der Tissot-Arena Platz. Auf dem Eis absolvieren die Bieler ihr Aufwärmtraining. Der Blick schweift kurz nach unten: «Bin ich in der Halle, spüre ich, was ich an der Arbeit habe», sagt er. «Trainer zu sein, das ist mein Ideal.» Lieber gestern als heute stünde er wieder an der Bande. Doch Törmänen weiss: Es wird noch Monate dauern. Und: Die Rückkehr ist nicht garantiert. «Verdammte Bullshit-Geschichte», entfährt es ihm. Sie beginnt mit einer Medienmitteilung.

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