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Energiewende in Winterthur«Ich sehe viele Dächer, aber kaum Solaranlagen darauf»

Das Solarenergie-Potenzial von Wohnblock-Dächern wäre riesig – aber das Angebot von Stadtwerk Winterthur sei finanziell uninteressant. Die Gebühren seien zu hoch, meint ein Wohnungsbesitzer aus Wülflingen. Er hat gerechnet und sich für ein anderes Modell entschieden.

Auf weniger als 5 von 100 geeigneten Flachdächern von Wohnblöcken stehen heute Solaranlagen. «Man müsste die finanziellen Anreize vergrössern», findet Marcel Hablützel, hier zwischen seinen Panels in Wülflingen.
Auf weniger als 5 von 100 geeigneten Flachdächern von Wohnblöcken stehen heute Solaranlagen. «Man müsste die finanziellen Anreize vergrössern», findet Marcel Hablützel, hier zwischen seinen Panels in Wülflingen.
Foto: Madeleine Schoder

Marcel Hablützel und seine Frau haben von ihrer Attikawohnung aus einen schönen Ausblick über die Dächer Wülflingens. «Ich sehe viele Mehrfamilienhäuser, aber kaum Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern», sagt der Pensionär. Das sei zwar schade, aber wundere ihn kaum. «Das Angebot, für das Stadtwerk Winterthur derzeit wirbt, rechnet sich einfach nicht.» Hablützel, der ehemalige Firmenleiter, denkt nach wie vor wie ein Unternehmer. Ökostrom «nur fürs gute Gewissen»? Das reicht ihm nicht. Es müsse sich auch finanziell lohnen, zumindest ein wenig. Tatsächlich werden schweizweit erst sechs Prozent der gut ausgerichteten Dächer für Solarenergie genutzt. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Rate noch viel tiefer (siehe auch Infobox). Denn im Gegensatz zu einem Einfamilienhaus wird mit mehreren Parteien auch die Stromabrechnung komplizierter.

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